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11. Dezember 2013

Kommunalwahl

"Junges Freiburg" will Sprachrohr für junge Freiburger sein

BZ-INTERVIEW mit Lukas Mörchen, der sich für eine Wiederbelebung der Liste "Junges Freiburg" starkmacht.

  1. Lukas Mörchen Foto: Michael bamberger

13 Jahre lang trat die Jugend- und Wählerinitiative "Junges Freiburg" für die Belange der Jugend im Gemeinderat ein – 2012 folgte dann die Auflösung. Für die nächste Kommunalwahl könnte es wieder eine Liste geben. Darum bemüht sich der 17-jährige Schülerratsvorstand Lukas Mörchen, der für Donnerstag, 12. Dezember, zu einem ersten Treffen ins Haus der Jugend einlädt. Unsere Mitarbeiterin Christina Fortwängler hat sich mit ihm unterhalten.

BZ: "Junges Freiburg" wurde 2012 vor allem mangels aktiver Mitglieder aufgelöst. Warum sollte sich das Engagement bei einer Neugründung verbessern?
Lukas Mörchen: Wie der Kontakt zwischen denjenigen im Gemeinderat und den restlichen Mitgliedern aussah, weiß ich nicht genau, aber ich würde vermuten, dass es nicht so gut lief. Wenn man zukünftig versucht, dass die Stadträte möglichst viel aus dem Gemeinderat an die Mitglieder herantragen und andersherum, denke ich, dass die Leute dabei bleiben.

BZ: Warum ist Ihnen eine neue Liste "Junges Freiburg" für die Kommunalwahl 2014 wichtig?

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Mörchen: Gerade vor dem Hintergrund der momentanen Situation ist es notwendig, wieder eine Vertretung junger Freiburgerinnen und Freiburger im Gemeinderat zu haben. Das bezieht sich nicht nur auf Jugendliche, sondern auch auf junge Freiburger über 18 Jahren. Keine andere Liste oder Partei kann diese Gruppe so ansprechen wie "Junges Freiburg".

BZ: Jugendverbände wie Jusos, Grüne Jugend oder Junge Union setzen sich in ihrer Partei auch für Jugendbeteiligung ein und sind teilweise auf den Listen zur Kommunalwahl vertreten. Braucht es da überhaupt eine Liste "Junges Freiburg"?
Mörchen: Über eine eigene Liste ist die Chance für junge Leute größer, in den Gemeinderat zu kommen als über die Jugendverbände der Parteien. Man sieht das momentan an den Jusos in der SPD, die gegen die Große Koalition sind, aber wenig Stimmengewicht haben. Auch wenn Mitglieder der Jugendverbände vielleicht auf der Liste stehen, ist das, was die Parteien sagen, nicht unbedingt, was der Jugend entspricht.

BZ: Welche Themengebiete möchten Sie in den Gemeinderat einbringen?
Mörchen: Mir sind vor allem die Bereiche Innenstadt und Stadtleben wichtig, gerade was Sperrzeitverkürzungen und Lärmbewältigung angeht. Außerdem sehe ich Bildung als ein wesentliches Thema, für das ich mich auch als Vorstand des Schülerrats schon länger einsetze. Darunter fallen Fragen, ob es neue Gemeinschaftsschulen geben oder was mit der Staudinger Schule passieren wird. Grundsätzlich soll die Meinung der Mitglieder in den Gemeinderat getragen werden. Das heißt, dass die gewählten Stadträte nicht nur ihre eigene Meinung durchsetzen, sondern ein Sprachrohr darstellen für junge Freiburger.

BZ: Bis 2014 ist Sebastian Müller noch Stadtrat für "Junges Freiburg". Soll er im Falle einer neu entstandenen Initiative wieder antreten?
Mörchen: Sebastian Müller wird zur nächsten Kommunalwahl nicht mehr für "Junges Freiburg" kandidieren. Da die Initiative dann jedoch nicht weiter existieren würde, habe ich mich daran gemacht, sie wieder ins Leben rufen. Ich bin momentan guter Dinge, dass es klappen wird.

BZ: Gibt es schon potentielle Kandidaten, die sich gerne aufstellen lassen würden?
Mörchen: Ja, aber das ist erst mal noch ein Nebenthema. Bei der Veranstaltung am kommenden Donnerstag soll es darum gehen, wie sinnvoll ein Wiederaufbau der Initiative ist und welche Themen es sein könnten. Dann werden wir im Januar bis Februar beschließen, wer auf der Liste stehen wird.

Das erste Treffen für Interessierte findet am Donnerstag, 12. Dezember, 17 Uhr, im Haus der Jugend, Uhlandstraße 4, statt.

ZUR PERSON: LUKAS MÖRCHEN

ist 17 jahre alt und besucht die 12. Klasse am Kepler-Gymnasium in Freiburg. Er ist Schülersprecher und seit Anfang des Jahres Vorstand im Verein Schülerrat Freiburg. Über dieses Amt sitzt er im Ausschuss für Schule und Weiterbildung und ist im Landesschülerbeirat tätig. Zusammen mit Sergio Schmidt, 18, ebenfalls im Schülerrat, bemüht er sich aktuell um eine neue Liste "Junges Freiburg" für die Kommunalwahl 2014.  

Autor: xldx

Autor: xldx