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15. Februar 2011 18:01 Uhr

Unisportplatz

Kartauswiesen: Jetzt aber schnell Wasser marsch!

In der Green City ist ein Sportplatzrasen nicht mehr grün. Das Gras ist verdorrt, weil das Spielfeld nicht bewässert werden darf. Kaum zu glauben: Der Ökosportplatz liegt direkt an der Dreisam.

  1. Da war er noch grün: Im Juli 2008 wurde der Ökosportplatz in Betrieb genommen. Foto: Ingo Schneider

Man kennt das: Steuergelder können verschleudert oder verbrannt werden, sie können auch irgendwo versickern. In Freiburg nicht, nein, da verdorren sie. Es geht um die mehr als 300 000 Euro, die vor drei Jahren der damals als Weltobersensation gefeierte Ökosportplatz gekostet hat und der nun gesperrt werden muss, weil es ein von der Stadt verordnetes Gießverbot gibt. Wenn das mal nicht eine astreine Posse für die Green City ist: Ökosportplatz verdorrt in Ökostadt und ein paar Meter neben der Dreisam. Hallo, geht’s noch? Mit gesundem Menschenverstand kann das nicht mehr viel zu tun haben. Ist das jetzt die kalte Rache der Umwelthüter, die sich damals schon mit Händen und Füßen gegen das von der Bau- und Chefabteilung im Rathaus durchgeboxte Unispielfeld gewehrt haben? Die Eliteuniversität hat schon länger große Sportplatznot und sie hatte 35 Jahre auf den ihr versprochenen Kartausplatz warten müssen. Dabei stand die Stadt bei der Universität im Wort, weil diese die Kartauswiesen einst im Tausch bekommen hatte – gegen das wertvolle Bauland in den "Kreuzsteinäckern". Mit dem Kompromiss Ökosportplatz schien das Problem gelöst. Jetzt gibt es neuen Ärger und eine mit öffentlichem Geld finanzierte Brache. Da muss schnell eine Lösung her, sonst wird es peinlich. An Wasser fehlt es offenbar weniger als an gutem Willen.

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Autor: Joachim Röderer