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31. Mai 2017

Kein Plan für den Super-Gau

Infos über Katastrophenschutz.

Das Regierungspräsidium (RP) hat nach wie vor keinen aktualisierten Einsatzplan für den Super-Gau: Zwar gelten bereits seit 2014 neue Richtlinien für den Fall, dass es im grenznahen französischen Kernkraftwerk Fessenheim zu einem Reaktorunfall kommt. Seitdem liegt auch Freiburg in der Evakuierungszone. Doch in die Katastrophenschutzpläne sind die neuen Regelungen noch nicht eingearbeitet. Regierungspräsidiums-Mitarbeiterin Ama Klein wollte sich im gemeinderätlichen Umweltausschuss auch nicht auf einen Zeitplan festlegen lassen. Sie betonte aber, dass das RP im Katastrophenfall nach wie vor auf die bisherigen Planungen zurückgreifen könne. Die Stadträte beruhigte dies nicht wirklich. Wenn tatsächlich etwas passiere, werde es zu einem riesigen Chaos kommen. Und kaum jemand in der Bevölkerung wisse, wie er sich verhalten müsse. Auch die Ausgabe von Jodtabletten wird personell an Grenzen stoßen. Stadträtin Ulrike Schubert (Unabhängige Listen) kritisierte die Stadtverwaltung: Diese agiere bei der Öffentlichkeitsarbeit viel zu defensiv. Es müsse mehr Veranstaltungen und Informationen für die Bürger geben. Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik wies die Vorwürfe zurück.

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Autor: jlb