Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
03. April 2009 08:30 Uhr
Nato-Gipfel wirkt sich auf Freiburger Flugplatz aus
Keine Flieger mehr aus Richtung Norden
Der Nato-Gipfel sorgt für Verkehrsbehinderungen – auch in der Luft. Der Freiburger Flugplatz, der haarscharf außerhalb der Sperrzone liegt, kann bis einschließlich Sonntag nur eingeschränkt angeflogen werden.
Der Nato-Gipfel wirbelt alles durcheinander: Im gesamten Rheingraben gelten sogenannte "Luftraumbeschränkungen". Was es damit auf sich hat, darüber hat sich Joachim Röderer mit Bernhard Schnekenburger, dem Flugleiter des Freiburger Flugplatzes, unterhalten.
BZ: Herr Schnekenburger, wie ist der Freiburger Flugplatz von den Beschränkungen betroffen?Bernhard Schnekenburger: Wir liegen ganz knapp außerhalb der Sperrzone. Die reicht von Norden her bis nach Hochdorf. Diese Zone umfasst das gesamte Oberrheingebiet. Dadurch sind Anflüge von Norden her sehr erschwert.
BZ: Und woher wissen die Piloten, dass sie Freiburg derzeit von Norden her nicht anfliegen können?
Schnekenburger: Es gibt eine eine zentrale Nachrichtenverbreitung für Piloten: Notam, Notice to Airman. Die Piloten sind verpflichtet, bei Notam vor einem Flug nachzuschauen. Dann informieren wir natürlich auch auf der Homepage unseres Flugplatzes über die Beschränkungen. Und drittens sind wir vom Flugplatzbetreiber, der Stadt Freiburg, gehalten, alle Piloten vor ihrem Start zu fragen, ob sie die Informationen auch gelesen haben.
Werbung
BZ: Haben Sie jetzt weniger Starts und Landungen als sonst?
Schnekenburger:Ja, schon. Wobei das komplett kompensiert wird durch den verstärkten Hubschrauberbetrieb der Polizei. Der Rettungshubschrauber ist ohnehin von den Beschränkungen ausgenommen und darf fliegen. Das Fliegen insgesamt ist ja ohnehin nicht verboten ist, man muss halt um die Sperrzone herumfliegen und einen Umweg machen. Die Schulflüge haben wir allerdings eingestellt, weil man selbst bei einer normalen "Platzrunde" schon in die Sperrzone kommt.
BZ: Das heißt: Die Piloten nehmen die Einschränkungen gelassen?
Schnekenburger: Bei uns gibt es keine Klagen. Man kann von Süden und Osten Freiburg immer noch anfliegen, auch wenn es ein wenig eng ist. Aber es werden ja auch ganze Straßen gesperrt, die Autofahrer haben es insgesamt viel schwerer. Wir haben ja noch Glück gehabt: In Kehl und Lahr sind auch die Flieger ganz anders betroffen von der Aktion als wir hier.
Autor: rö
