Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

23. März 2009

Brand in der hexentalschule in Merzhausen

"Kinder und Jugendliche durch gezielte Kinder- und Jugendarbeit auffangen"

Mit großer Verärgerung habe ich den Kommentar von Joachim Röderer zum Brand in der Hexentalschule gelesen. Vor allem der letzte Satz hat mich richtig wütend gemacht: "Aber vielleicht helfen die lange wirkenden Folgen, die nun auf die Brandstifter warten, ein, zwei Funken mehr Verstand in manch andere junge Hitzköpfe hineinzubringen." Wir sollten uns doch eher fragen, was die Jugendlichen dazu bringt, einen solchen Brand zu legen. (In den bislang veröffentlichten Informationen ist von Vorsatz (!) die Rede.) Hier ist Prävention gefragt, nicht "Abschreckung" und der moralische Zeigefinger.

Eine solche Eskalation wie an dem Wochenende beim Brand der Schule in Merzhausen ist der Höhepunkt einer Entwicklung. Die Trinkgelage rund um die Schule sind schon lange Anlass zu Ärger und Diskussionen in der Kommune. Aber alleine durch verstärkte Polizeikontrollen würden die Jugendlichen zwar vielleicht von dieser Stelle vertrieben. Eine Lösung des Problems ist so jedoch nicht zu erreichen. Natürlich wird hier in Merzhausen mit Erleichterung die Information, die Täter stammten nicht aus dem Hexental, aufgenommen.

Werbung


Aber dies entbindet keine Kommune von der Aufgabe und der Pflicht, Kindern und Jugendlichen Anlaufstellen, Sozialarbeiter als konstante Bezugspersonen und entsprechende Räumlichkeiten zu bieten. Unsere Kinder und Jugendlichen müssen in allen Kommunen durch gezielte Kinder- und Jugendarbeit "aufgefangen" werden. Die Euros, die hier eingesetzt werden, sind sicher gut angelegt, sie sind eine Investition in die Zukunft. Der Vorfall in Merzhausen sollte vor allem uns Erwachsene nachdenklich stimmen und die verantwortlichen Politiker dazu bringen, sich für die Kinder- und Jugendarbeit verstärkt einzusetzen.

Er sollte nicht, und hier schließt sich der Kreis, als "abschreckendes Beispiel" für die Kinder und Jugendlichen bemüht werden.

Autor: bz