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04. Februar 2012
Klimaprojekt: Positive Bilanz zur Halbzeit
CDU-Kritik geht ins Leere.
Bürgermeisterin Gerda Stuchlik (Grüne) hat eine positive Zwischenbilanz des Projekts "200 Familien aktiv fürs Klima" gezogen. Rund 100 000 Euro kostet die Aktion, die Hälfte davon aus dem Stadthaushalt. Die Bürgermeisterin bekam Rückendeckung im Umweltausschuss des Gemeinderates. Im Vorfeld hatte die CDU-Fraktion Zweifel an dem Projekt geäußert. In der Sitzung selbst ruderte CDU-Vertreter Bernhard Schätzle zurück.
Gestützt hatten sich die Bedenken aus den Reihen der CDU auch auf einen anonymen Hinweis, der an einige Fraktionen gerichtet war und der auch der BZ vorliegt: In dem Schreiben wurde vor dem "Jubelbericht" im Ausschuss gewarnt. In Wirklichkeit werde bei der Klimaaktion Geld verplempert, weil nur wenige Familien der 200 überhaupt aktiv und die wirklich Aktiven ohnehin in Sachen Klima auf dem Laufenden seien.
Dieser Darstellung widersprechen Bürgermeisterin Stuchlik und Dieter Wörner, der Leiter des Umweltschutzamtes. "Es gab eine große Begeisterung der Familien, das habe ich bei den Terminen immer wieder erlebt", sagt die Bürgermeisterin. Mit 120 Familien hat die Stadt angefangen, deren Zahl stieg auf 204. Zehn sind wieder ausgestiegen. Alle anderen beteiligen sich an den Aktionen – wie etwa eine Woche lang nur Produkte zu kaufen, die aus einem Umkreis von Kilometern stammen. 31 Infoveranstaltungen hat die Stadt angeboten, 20 sollen noch folgen. Nur vier hätten bislang mangels Beteiligung abgesagt werden müssen, so Wörner.
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Partnerstadt Besançon
Grünen-Stadträtin Lioba Grammelspacher kritisierte die Stellungnahme der CDU als "kleinkariert". Das Projekt sei ein "toller Ansatz", um das Bewusstsein bei der Herausforderung Klimawandel zu schärfen: "Das ist jeden Cent wert." Walter Krögner (SPD) wusste von zufriedenen Teilnehmern, der Funke sei übergesprungen. CDU-Rat Schätzle bekannte, auch die CDU stehe zum Projekt. Sascha Fiek (FDP) wünscht sich eine genaue Auswertung der Aktion. Besondere Bedeutung hat für die Stadträte auch die Zusammenarbeit mit der Partnerstadt. In Besan-çon seien vor drei Jahren die Uhren noch anders gegangen, erinnerte sich Ulrike Schubert (UL) an einen Besuch: "Wer dort ein Grüner oder ein Gegner von Fessenheim war, galt damals als Outlaw."
Autor: Joachim Röderer
