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22. November 2011

Kreative Ideen für die Kinderstadt

Bei einem Workshop des Kinderbüros Freiburg fordern die Jungen mehr Grünflächen, mehr Spielplätze und eine Skateboardanlage.

  1. In der Zukunftswerkstatt „Kinderstadt Freiburg“ präsentierten Kinder ihre Modellvorstellungen einer kindgerechten Stadt. Foto: Michael Bamberger

Nach der "Motzphase" wurden sie ganz schön kreativ: Mehr Grünflächen, Spielplätze und ein Skatepark im Freiburger Osten. All das forderten knapp 70 Kinder spielerisch bei der Abschlussveranstaltung des vom städtischen Kinderbüro organisierten Workshops "Kinderstadt Freiburg". Zahlreiche Verwaltungsmitarbeiter und Stadträte hörten dabei am Sonntag im Bürgerhaus Zährigen gespannt zu und versprachen, sich künftig stärker mit Kindern auszutauschen.

Luis Emmerling aus Littenweiler liebt das Skateboarden. Allerdings ist er dafür häufig fast eine ganze Stunde lang mit dem Brett unterm Arm unterwegs. Bis zum Skatepark im Rieselfeld müssen er und seine Freunde nämlich erst einmal durch die gesamte Stadt. "Einen nähergelegenen Skatepark gibt es nicht und das Haus der Jugend, wo man auch Skaten kann, hat viel zu selten auf", klagt er. Klar, dass der 12-Jährige bei der "Zukunftswerkstatt" zur "Kinderstadt" deshalb ein Pappmodell für einen Skatepark gebastelt hat. Rampen, Rails und eine riesige Röhre für Loopings (für Kenner: Pipe) inklusive, wenngleich er bis zu seinem ersten Ritt in der Röhre noch ein bisschen üben muss: Aktuell ist der "Kickflip" sein neuester Trick. Trotzdem: Ein Skatepark in Littenweiler, Wiehre oder Waldsee müsse her, findet Luis.

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Genauso wie Luis präsentierten zahlreiche der insgesamt rund 70 anwesenden Kinder zwischen 8 und 13 Jahren stolz ihre Ideen einer kinderfreundlichen Stadt im Bürgerhaus Zährigen. Vorausgegangen war ein zweitägiger Workshop während der Herbstferien, bei dem die Kinder erst einmal kritisieren ("Motzphase"), diskutieren und schließlich eigene Verbesserungsvorschläge machen durften. Ganz spielerisch entstanden so gebastelte Modelle und ein selbst produzierter Radiobeitrag. Außer dem Skatepark ging es dabei – naheliegend – um Verkehr, Spielplätze und Grünflächen.

Die 11-jährigen Zwillinge Carl und Arthur Guttmann träumen etwa von weniger Autos und mehr Zebrastreifen in der Stadt – zusätzlich zu ihrem Hochhausentwurf, den sie stolz Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik zeigten ("natürlich mit Solaranlage"). Carl hat Bernhard Gutzmer vom städtischen Garten- und Tiefbauamt auch ein Puzzlestück samt verknotetem Taschentuch geschenkt, damit sich dieser an Carls Wunsch nach mehr Zebrastreifen erinnert. Neun weitere Kinder taten es Carl mit jeweils ihren Wünschen gleich und überreichten Puzzleteile an Verwaltungsmitarbeiter. Im Gegenzug haben diese versprochen, die Kinderidee genau zu prüfen und sie noch einmal anzuhören. Genau zugehört haben am Sonntag, dem Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention, bereits auch einige Stadträte unterschiedlicher Couleur. Ihnen sollen die Ideen auch im Jugendhilfeausschuss vorgestellt werden.

Autor: Alexander Preker