Land gibt Geld für das College

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Sa, 30. Juli 2011

Freiburg

Jury wählt Kartaus-Architekten.

Das Land hat zugesagt, das in der alten Kartaus geplante United World College mit bis zu 2,5 Millionen Euro im Jahr zu unterstützen. Der Landtag beschloss für das internationale Internat eine Verpflichtungsermächtigung. "Damit werden die Voraussetzungen für eine Beteiligung an den Betriebskosten geschaffen", teilten gestern Edith Sitzmann, Chefin der Landtagsgrünen, und SPD-Abgeordnete Gabi Rolland mit. Die Robert-Bosch-Stitung, die mit der Firma Bosch 40 Millionen Euro für die renommierte Schule in der früheren Klosteranlage an der Dreisam investieren will, dankte auch im Namen von OB Dieter Salomon.

Für den Um- und Neubau haben Gutachter jetzt zwei Architekturbüros ausgewählt. Den Umbau des denkmalgeschützten Ensembles zur Schule sollen "Hotz + Architekten" aus Freiburg übernehmen, zu deren Projekten das Mobile am Hauptbahnhof und das Collegium Borromaeum gehören. Zur Planung des Neubaus, in dem 200 Schüler und ihre Lehrer wohnen sollen, empfahlen sie die "Peter Kulka Architektur Köln GmbH". Auf deren Projektliste stehen spektakuläre Bauten wie der der Wasserschutzpolizei in Hamburg und der sächsische Landtag. Bosch wird nun mit den Büros über Details sprechen. 13 Gutachter hatten den ganzen Donnerstag im Technischen Rathaus Entwürfe von fünf Büros beraten, dabei waren OB Salomon, Baubürgermeister Martin Haag und Lothar Böhler für die Heiliggeistspitalstiftung, die die Kartausgebäude verkaufen will. Das College soll 2014 öffnen, als einziges in Deutschland.