Flüchtlingsunterbringung

Umbau der LEA an der Lörracher Straße verzögert sich

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Do, 17. November 2016

Freiburg

Der Umbau der früheren Polizeiakademie in eine Landeserstaufnahmestelle (LEA) für Flüchtlinge verzögert sich.

Wann die LEA in Freiburg in Betrieb geht, ist offen, sagt der Sprecher des Regierungspräsidiums, Markus Adler, und fügt hinzu: "So schnell wie möglich." Bisher ging man davon aus, dass die Leichtbauhallen, in denen zurzeit 205 Flüchtlinge wohnen, im Frühjahr 2017 abgebaut werden und dann nahtlos die dann umgebauten ehemaligen Polizeiakademiegebäude genutzt werden können. Nun muss nach dem Abbau der Zelthallen vorerst die Erstaufnahmestelle in Donaueschingen für Südbaden in die Bresche springen, die dortigen Kasernen kann das Land bis 2019 nutzen.

Fest steht: Im ersten Halbjahr 2017 müssen die Zelthallen an der Lörracher Straße, die im Sommer 2015 errichtet wurden, auf jeden Fall abgebaut werden. Ehe die neue LEA ihren Betrieb in den Polizeihochschulgebäuden aufnehmen kann, muss diese erst umgebaut werden. Dies soll in zwei Bauabschnitten passieren. Der erste Abschnitt soll 7,2 Millionen Euro kosten, der zweite kann erst dann realisiert werden, wenn die Finanzschule des Landes für angehende Steuerbeamte dort wieder auszieht. Sie wird auf Wunsch des Finanzministeriums bis zur Fertigstellung eines Neubaus in Freiburg-Herdern (Stand heute 2019) in einem Teil des früheren Polizeiareals einquartiert.

In der künftigen Freiburger LEA wird es laut Innenministerium des Landes Platz für 800 Flüchtlinge geben, im Notfall für bis zu 1800.