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07. September 2009 19:23 Uhr

Leif ist noch viel zu abstrakt

Im Bildungsbereich besteht in Freiburg Handlungsbedarf. Doch ob das Modellprojekt Leif das leisten kann ist kaum abzusehen. Der Grund: Hinter verquasten Wortungetümen und abstrakten Textbausteinen ist der wahre Nutzen unauffindbar.

60 Prozent der deutschen Schülerinnen und Schüler schaffen in Freiburg nach der Grundschule den Sprung aufs Gymnasium, bei Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund sind es dagegen nur knapp 30 Prozent. Die meisten "ausländischen" Kinder landen auf der Hauptschule, 25 Prozent verlassen diese dann jedoch ohne Abschluss. Diese alarmierenden Zahlen aus dem Freiburger Bildungsbericht zeigen, dass im Bildungsbereich in Freiburg Handlungsbedarf besteht, dass neue Konzepte entwickelt und angewandt werden müssen. Insofern ist es wichtig, dass Freiburg bei einem bundesweiten Modellprojekt erneut den Zuschlag bekommen hat und nun mit Extra-Geld vom Forschungsministerium und der Europäischen Union an innovativen Zukunftsideen arbeiten kann. Die Fördermittel aus Berlin, sollen nicht in Steine sondern in Köpfe investiert werden, sagte am Montag Bürgermeisterin Gerda Stuchlik. Lernen in Freiburg – kurz: Leif – ist sicher eine richtig gute Sache. Das lässt sich allerdings erst einmal nur erahnen, weil der unzweifelhaft vorhandene Nutzen des Projektes hinter leicht verquasten Wortungetümen und abstrakten Textbausteinen unauffindbar versteckt wurde. Dass Netzwerke noch mehr vernetzt werden – nun ja, das ist natürlich eine tolle Sache. Schade, dass nicht mehr und besser erklärt wurde, was Leif nun genau den Freiburgerinnen und Freiburger jeden Alters in der alltäglichen Praxis bringen soll. Doch steht das Projekt erst am Anfang und weitere Leif-Berichte werden folgen. Jetzt Versäumtes beim Vermitteln sollte dann nachgeholt werden.

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Autor: Joachim Röderer