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22. Januar 2016

LEUTE

  1. empfang FDP: Bundesvorsitzender Christian Lindner (links) und Kreischef Sascha Fiek freuen sich über den Zuspruch. Foto: Michael Bamberger

  2. Grüner Neujahrsempfang: Smalltalk mit Niklas Janssen, Christine Leser, Edith Sitzmann und Reinhold Pix (vorn von links). Foto: Ingo Schneider

GRÜNER NEUJAHRSEMPFANG

"Ist’s im Jänner nass und kalt..."

Wen zitiert der Kreisvorsitzende der Freiburger Grünen, Niklas Jannsen, wenn es um Flüchtlingspolitik geht? Nicht den grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, sondern Jedi-Meister Yoda: "Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid." Damit war der intergalaktische und philosophische Teil des Mittwochabends allerdings auch schon beendet, denn beim Neujahrsempfang des Kreisverbandes im Café Hermann sollte ja vor allem geplaudert und Sekt getrunken werden. Neben viel grüner Politprominenz wie Oberbürgermeister Dieter Salomon, Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik, Landwirtschaftsminister Alexander Bonde oder der Bundestagsabgeordneten Kerstin Andreae war auch befreundete politische Konkurrenz von der CDU (Stadträtin Carolin Jenkner) oder von den Unabhängigen Listen (Stadtrat Atai Keller) gekommen. Mitten in dem Getümmel unterhielten sich brüllend (wegen der Lautstärke) Wirtschaftsförderer Bernd Dallmann, Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, Solar-Pionier Rolf Disch, Fabrik-Geschäftsführer Martin Wiedemann oder die städtische Frauenbeauftragte Simone Thomas. Die beiden Landtagswahl-KandidatInnen Edith Sitzmann und Reinhold Pix durften im Gespräch mit Niklas Jannsen und Kreisvorstandsmitglied Christine Leser Werbung für sich und die Partei machen. Ihr Wunschziel für die Landtagswahl am 13. März: 35 Prozent plus. Winzer Pix hatte dazu gleich den passenden quasi-philosophischen Spruch aus dem Bauernkalender parat: "Ist’s im Jänner nass und kalt, wird es grün im schwarzen Wald."

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EMPFANG DEUTSCHE BANK

Nach Freiburg der Liebe wegen

Die Zahl prominenter Freiburg-Fans ist am Mittwochabend erneut gestiegen: Karl von Rohr, seit 1. November Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, verbindet ganz besondere Erinnerungen mit der Stadt im Breisgau. Während seiner Studienzeit habe er regelmäßig den Weg von Bonn in den Süden auf sich genommen – der Liebe wegen. "In Freiburg war es an den Wochenenden viel schöner als in Bonn", sagte er lächelnd vor rund 250 Gästen beim traditionellen Neujahrsempfang der Bank im Colombi-Hotel. Zuvor hatte sich der Sprecher der Region Freiburg Michael Hahl von seinen südbadischen Kunden und Kollegen verabschiedet. Hahl geht in die Frankfurter Zentrale der Bank und ist dort zuständig für das bundesweite Geschäft mit vermögenden und institutionellen Kunden wie Stiftungen. Hahl wies bei seinem Abschied auf das soziale Engagement der Bank und ihrer Mitarbeiter hin. So habe man unter anderem mit der Alexander-Bürkle- und der Wilhelm-Oberle-Stiftung 3000 Kindern einen Besuch im Weihnachtszirkus Circolo ermöglicht. Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz organisierten die Mitarbeiter für Flüchtlinge den Besuch eines DFB-Pokalspiels.

NEUJAHRSEMPFANG FDP

Voller Saal mit Stargast

Die Schlange geht raus bis auf den Münsterplatz, drin im Historischen Kaufhaus beginnt der Bürgerempfang der Liberalen. Der Kaisersaal ist voll am Donnerstag, viele Besucher müssen stehen. Das Publikum ist bunt – von jungen Julis bis zu Grauhaarigen, von Strickjacken- bis Anzugträgern, vom Wirt bis zum Landwirt. Vorn plaudert der Erste Bürgermeister Otto Neideck (CDU) mit Alt-OB Rolf Böhme (SPD) und FDP-Stadtrat Patrick Evers, die FDP-Landtagskandidaten Jens-Arne Buttkereit und Eicke Weber kommen, hinten stehen Ordnungsamtsleiter Walter Rubsamen und CDU-Landtagskandidat Klaus Schüle. "Es wird liberale Geister aller Couleur dieses Jahr brauchen", meint Freiburgs FDP-Chef Sascha Fiek begeistert zum Zulauf. Alle warten auf den Star des Empfangs. "Ich muss mal eben ein Foto machen", sagt der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner, richtet sein Smartphone auf den Saal und meint: "Das ist eine politische Botschaft, dass so viele zur FDP kommen." Hoffnung macht ihm auch, dass Weber ihn "unser Vorsitzender" nannte, vielleicht werde er ja noch Parteimitglied. Der Parteichef unterstützt die Wahlkämpfer, in seiner Rede attackiert er Merkels Flüchtlingspolitik und kritisiert, dass sie nicht sage, wie das zu schaffen sei. "In Freiburg funktioniert das wun-der-bar", ruft ein Mann im Publikum. "Aber nicht in ganz Deutschland", antwortet Lindner und spricht nahtlos weiter, über Einwanderungsgesetz, Dublin-Vereinbarung, Bildung, Digitalisierung, Entbürokratisierung – rund eine Stunde lang und, wie es sich für einen Liberalen gehört: frei.

Autor: si