100 günstige Rezepte

Lions Club und Freiburger Tafel haben ein Kochbuch herausgebracht

Jonas Volkert

Von Jonas Volkert

Sa, 07. Oktober 2017

Freiburg

Gut und günstig kochen, das wollen viele. Wie das geht, lässt sich in dem neuen Kochbuch „Die Tafel kocht“ nachlesen, das am vergangenen Donnerstag im Saal Münsterblick der Sparkasse Freiburg an der Kaiser-Joseph-Straße vorgestellt wurde.

Gut und günstig kochen, das wollen viele. Wie das geht, lässt sich in dem neuen Kochbuch "Die Tafel kocht" nachlesen, das am vergangenen Donnerstag im Saal Münsterblick der Sparkasse Freiburg an der Kaiser-Joseph-Straße vorgestellt wurde. Das Buch kann für 15 Euro in der Buchhandlung Rombach erstanden werden und enthält über 100 Rezepte, die günstig zu kochen sind. Der gesamt Erlös geht an die Freiburger Tafel, finanziert wurde das Projekt vom Lions Club, einem Zusammenschluss Ehrenamtlicher, der sich für Menschen in Not einsetzt.

Die Idee habe er von einer Bekannten aus München, berichtet der Initiator des Buches "Die Tafel kocht" Michael Plener vom Lions Club Freiburg. Dort habe es vor einiger Zeit nämlich ein ähnliches Buchprojekt gegeben. Im September 2016 habe er dann erstmals den Einfall gehabt, ein Buch für den Freiburger Raum herauszubringen. Im darauffolgenden Oktober sei die Finanzierung durch den Lions Club gestanden, bis August diesen Jahres wurde am Buch gearbeitet. "Und jetzt sind die Bücher schon bei Rombach, ganz druckfrisch", sagt die Vorsitzende der Freiburger Tafel Annette Theobald.

Am gestrigen Freitag startete der Verkauf mit einer Auflage von 1500 Exemplaren in der Buchhandlung Rombach. Das komplette Projekt, sowohl Gestaltung als auch Produktion, wurde vom Lions Club und seinen Mitgliedern finanziert und an die Freiburger Tafel gespendet. "Der Lions Club ist in Vorkasse getreten", sagt Annette Theobald. So gehe der Reinerlös an die Tafel, "und damit eins zu eins zu Gunsten bedürftiger Menschen."

Die Zutaten für die Rezepte seien günstiger als Fertiggerichte aus dem Supermarkt, es entstehe weniger Müll und zudem sei das Selbstgekochte gesünder, erklärt Plener die Vorzüge der Gerichte aus dem Kochbuch. Viele der Zutaten sind für Bedürftige außerdem im Tafel-Laden zu erstehen – "das Konzept des Projektes macht also in sich Sinn", findet Theobald. Im letzten Teil des Buches werden zudem Tipps und Tricks zur kostensparenden Haushaltsführung vorgestellt.

Die Rezepte sind teilweise dem Münchner Original entnommen. "Aus bayrischem wurde dann aber badischer Wurstsalat und aus Kässpatz’n wurden Kässpätzle", wie Plener lachend erklärt. Besonders stolz sei er aber auf die Rezepte, die von Gastronomen der Region beigesteuert wurden. Und auf die Tatsache, dass die meisten der Rezepte mit dem Hartz-IV-Tagessatz bezahlbar seien. "Es ist ein Kochbuch für den schmalen Geldbeutel", sagt Annette Theobald. Und vielleicht ist das Buch ja auch für den einen oder anderen Studierenden interessant, der gerade ratlos vor dem Herd in seiner WG steht.