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10. Februar 2012
MEINE WOCHE: Valentinstag in die Kirche
MATHILDE FUß (23): Gestaltet Valentinsgottesdienst mit.
Valentinstag und Gottesdienst? Wie passt das zusammen? Als ich vor vier Jahren für mein Studium der Religionspädagogik nach Freiburg gezogen bin, war mir ein Valentinsgottesdienst auch völlig fremd. Mittlerweile gestalte ich diesen in einer Gruppe von sechs Organisatoren mit und weiß, es geht dabei um die Liebe, die Gott uns schenkt, darum, ein Zeichen der Zusammengehörigkeit zu setzen. Deshalb ist der Valentinsgottesdienst am kommenden Dienstag auch der wichtigste Bestandteil meiner Woche. Ich werde den Gottesdienst unter anderem musikalisch begleiten, in dem ich mit einer Freundin während der Segnung gemeinsam Querflöte spiele.
Bevor es so weit ist, habe ich diese Woche aber noch einen wichtigen anderen Termin: Heute findet meine Bachelorfeier an der Hochschule statt, zu der meine Eltern und Geschwister aus meiner Heimatstadt Heidelberg hierher nach Freiburg kommen. Und am Samstag habe ich dann eventuell vor, ins Theater zu gehen und mir das Stück "Winterreise" von Elfriede Jelinek anzuschauen. Sonntagabends gehe ich eigentlich immer in unseren Gottesdienst in der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG), in der ich als Gemeinderätin tätig bin. Ich freue mich, meine Freunde dort zu treffen, Gleichaltrige, die in derselben Situation sind wie ich. Die Predigt ist oft eine Ermutigung für mich, außerdem habe ich dort einfach mal Zeit innezuhalten. Und ich kann oft Querflöte oder Gitarre im Gottesdienst spielen, was mir Spaß macht. Das werde ich auch am Montag tun, da müssen wir nämlich nochmal unser Querflötenspiel für Dienstag üben.
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Bevor der ökumenische Gottesdienst am Valentinstag losgeht, helfe ich in der Unikirche beim Dekorieren. Während des Gottesdienstes können Paare sich segnen lassen. Das Besondere ist, dass dazu auch gleichgeschlechtliche Paare eingeladen sind. Außerdem wird ein Posaunenchor auftreten. Eine gute Stunde wird das Ganze in etwa dauern.
In der restlichen Woche ist für mich hauptsächlich Entspannung angesagt. Darüber bin ich auch froh, jetzt wo ich gerade mein Studium hinter mich gebracht habe. Am Donnerstagnachmittag werde ich zwar arbeiten gehen, aber der Job macht mir wirklich Spaß. Mit mehreren Studierenden betreuen wir zweimal wöchentlich Fünf- bis Achtklässler des Kepler-Gymnasiums im Rieselfeld. Von 12 bis 14 Uhr machen wir Freizeitbetreuung, danach helfen wir den Schülern bei den Hausaufgaben. Das ist ein gutes Übungsfeld für mich, da ich nun vorhabe, Soziale Arbeit zu studieren.
Am Freitag werde ich mich erstmal richtig über Israel informieren und mich vorbereiten, denn bald geht es für mich auf Studienreise in das Land.
Autor: niv
