MENSCHEN

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Sa, 15. April 2017

Freiburg

CAFÉ ZITA

Mit Möbeln der Chefin

Im Modehaus Kaiser hat am Gründonnerstag das Café Zita seine offizielle Eröffnung gefeiert. Seinen Platz haben Café und Teestube im ersten Obergeschoss. Der Name erinnert an die Gründerin und langjährige Chefin des Hauses, Zita Kaiser. Im vorderen Bereich steht dänisches Mobiliar – eine Ecke ist mit Möbeln aus der Privatwohnung und dem Büro von Zita Kaiser gestaltet samt einem Biedermeier-Sofa, wie Modehaus-Chef Gerhard Kaiser in seiner Begrüßung erklärte.

"Sie hat uns alle als Unternehmer ausgebildet", so Kaiser. Ihr erstes Geschäft startete Zita Kaiser 1952 in der Herrenstraße, 1959 folgte der Umzug in das neu gebaute Haus an der Kaiser-Joseph-Straße. Alle zwei Jahre müsse man größere Maßnahmen im Ladengeschäft angehen, damit man aktuell bleibe – das sei das Credo der im Jahr 2011 verstorbenen Seniorchefin gewesen, so Kaiser. Und ein Umbau steht jetzt an: Das Untergeschoss im Damenhaus wird neu komplett neugestaltet. "Wir hatten das Gefühl, wir brauchen auch eine Baustelle", scherzte Gerhard Kaiser mit Blick auf die Bauarbeiten draußen auf der Kajo. Nach dem Umbau wird es dann auch zwei Cafés im Haus geben – im Untergeschoss und dann eben das Café Zita im ersten OG. Betrieben werden beide vom Café Schmidt.

Die kleine Feier hatte mit einem Oboensolo von Verena Bons, der Großnichte von Zita Kaiser, begonnen. Unter den Gästen waren unter anderem Martina Feierling-Rombach, Vorsitzende des Vereins "Gastliches Freiburg", Einzelhandelsverband-Hauptgeschäftsführer Olaf Kather, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Marcel Thimm, der frühere Chefstadtplaner Wulf Daseking oder Ernst-Ludwig Ganter von der Brauerei Ganter. Zur Feier des Tages hatte Café-Schmidt-Chef Karl Guth herzhafte Speisen aufgetischt – aber auch schokoladig- süße Verführungen. Dompfarrer Wolfgang Gaber, der Segensworte sprach, erklärte denn auch in Anbetracht dieses Angebotes für alle Anwesenden die Fastenzeit für beendet.

ROLF BÖHME

Zurück in Freiburg

Nach einem schweren Schlaganfall im Juli des vergangenen Jahres und anschließender Behandlung und Betreuung in medizinischen Einrichtungen in der Bodensee-Region ist der frühere Oberbürgermeister Rolf Böhme wieder nach Freiburg zurückgekehrt. Die Folgen des Schlaganfalls machen eine Anschlussbetreuung notwendig. Der 82-Jährige ist auf einen Rollstuhl angewiesen und nach Mitteilung seiner Familie optimistisch, dass sich sein Gesundheitszustand weiter bessert. Er nimmt nach wie vor interessiert Anteil am politischen Geschehen. Der Alt-OB, der viele Bücher geschrieben hat, plane auch neue Veröffentlichungen, heißt es. Rolf Böhme war von 1982 bis 2002 Oberbürgermeister von Freiburg und ist auch Ehrenbürger der Stadt. Vor seiner OB-Zeit war er Bundestagsabgeordneter und Staatssekretär in der Bundesregierung unter Kanzler Helmut Schmidt.