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15. Mai 2017

MENSCHEN

  1. Die Führungsriege der „Fabrik“ feiert ihren Award. Foto: Stefanie Salzer-Deckert

ENTREPRENEUR-PREIS

Maximale Spannung

"Ich darf nicht wieder zu früh verraten, wer die Preisträger sind!" Oberbürgermeister Dieter Salomon war auf der Hut, als er am Freitag bei der dritten Verleihung des Freiburger Entrepreneur-Preises über die große Bedeutung von Unternehmern referierte – denn genau dieser Lapsus war ihm 2014, bei der zweiten Verleihung, unterlaufen. Heuer nun wurde aus der Verpflichtung zur Aufrechterhaltung der Spannung bis zum Schluss der Running Gag des Abends, den alle Laudatoren wieder aufgriffen. Die Umsetzung war teils mehr, teils weniger erfolgreich. Das Treffen im Konzerthaus geriet zu einer liebenswert unprätenziösen, wohl typisch Freiburger Mixtur aus Oscar-Verleihung, After-Work-Party und Wirtschaftskunde-Vorlesung, aufgelockert mit Musik, Jonglage und Tanz, veredelt mit einer Prise großem Gefühl. Vergeben wird der nicht dotierte Preis von der städtischen Wirtschaftsförderunsgesellschaft FWTM. In der Jury saßen die Stadträte Pia Federer, Atai Keller, Ernst Lavori und Bernhard Schätzle sowie OB Salomon und die FWTM-Chefs Bernd Dallmann und Daniel Strowitzki. Nichtsdestotrotz war die Freude bei allen drei Preisträgern sichtlich groß. Ausgezeichnet wurden in der Kategorie "Wirtschaft" das soziokulturelle Zentrum "Fabrik für Handwerk, Kultur und Ökologie" an der Habsburgerstraße, in der Kategorie "Handel und Touristik" das Haushaltswaren- und Gastronomiebedarfsunternehmen Schafferer und in der Kategorie "Kongress- und Messewesen und Veranstaltungen" die Tanzschule Gutmann.

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Schon diese Siegerliste zeigt, dass der Award ein spezieller ist. So versteht sich die "Fabrik", organisiert als gemeinnütziger Verein, ja selbst nicht unbedingt als Unternehmen klassischen Zuschnitts, wie auch die Geschäftsführer Martin Wiedemann und Hans Schmid deutlich machten, als die den Preis entgegennahmen – teilweise eher als Gegenmodell. "Wir empfinden den Preis als Anerkennung und Bestätigung dafür, dass es möglich ist, mit selbstverwalteten Strukturen und einer solidarischen, sozialen und gesellschaftspolitisch klaren Haltung auch unternehmerisch erfolgreich zu agieren", so Martin Wiedemann. "Ich glaube, ich kann heute Nacht gar nicht schlafen, so freue ich mich", so der Ober-"Fabrikant" weiter. Schafferer-Chef Stefan Schupp strahlte ebenfalls sehr, als er den Award hin Händen hielt, ebenso die Tanzschulinhaber Matthias Blattmann, Johnny Schmidt-Brinkmann und Christian Spengler von Gutmann.

Autor: hos