Messe Freiburg

Am Wochenende gab’s gleich zwei Fachmessen für Bauherren und Sanierer

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Mo, 11. Februar 2019 um 09:47 Uhr

Freiburg

Planen, Bauen, Wohnen sind die Themen der Messe "Gebäude, Energie, Technik" (Getec), die am Wochenende rund 9000 Besucher in die Messe gezogen hat. Parallel fand die Immo-Messe statt.

Planen, Bauen, Wohnen – das sind die alljährlichen Kernthemen der Messe "Gebäude, Energie, Technik" (Getec), die bei ihrer zwölften Auflage von Freitag bis Sonntag rund 9000 Besucherinnen und Besucher in die Messehallen 2 und 3 gezogen hat. Die parallel stattfindende Immo-Messe verbuchte in der Halle nebenan 6500 Interessierte. Auch hier zeigten sich die Veranstalter zufrieden.

Von Smart Home bis E-Mobilität

Aktuelle Themen von Smart Home bis zur Elektromobilität hatten bei der Getec ihren Platz – sei es in einem der angebotenen 30 Fachvorträge oder bei themenspezifischen Messerundgängen. 220 Aussteller waren in diesem Jahr dabei. Der Freiburger Elektromeister Reiner Ullmann hat langjährige Getec-Erfahrung und stellt eine Entwicklung fest: "Die Leute kommen mittlerweile sehr gezielt hierher, der Anteil an Fachbesuchern hat zugenommen", sagte er an seinem Stand in Halle 3. Ullmann bot auf der Messe eine Ladestation für Elektroautos an. "Das ist mittlerweile ein wichtiges Standbein für uns geworden", so Ullmann. Der Chef und die Mitarbeiter seiner Elektrofirma sind mittlerweile selbst mit zehn E-Firmenautos unterwegs.

Am Stand der Firma Schellinger aus Weingarten im Landkreis Ravensburg werden aus einem Behälter Holzpellets angesaugt. Auf nur 3,6 Quadratmetern Lagerfläche können 3,7 Tonnen Pellets gelagert werden. "Das ist der normale Jahresverbrauch für ein Einfamilienhaus und entspricht etwa dem Verbrauch von 2000 Liter Heizöl", erklärt Mitarbeiter Peter Hellmich. Die Firma Schellinger bezieht einen Teil ihrer Pellets aus dem Pelletswerk in Buchenbach beim Sägewerk Dold. 20 000 Kunden beliefert Schellinger schon. Etliche Interessierte informierten sich nun auf der Messe: "Freitag war es ein bisschen ruhiger, heute ist schon mehr los", meinte Mitarbeiter Hellmich bei seiner Zwischenbilanz am Samstag.

Energieberatung war stark nachgefragt

Das Freiburger Unternehmen Pfeiffer & May hatte gleich sieben Partnerfirmen in seinen Stand integriert. Hier geht es vor allem um das Thema Energie und Heizen. "Viele informieren sich, weil eine Sanierung oder ein Kesseltausch ansteht", so Alexander Franz von Pfeiffer & May. Fragen gibt es auch zu Photovoltaik. Und auch bei der Heizungstechnik spielt das Thema Smart Home eine Rolle: So lässt sich die Heizung heute bequem von unterwegs per App vom Smartphone aus ein- oder ausschalten und steuern.

Ein begehrtes Angebot auf der Getec: Die 30-minütige kostenlose Energieberatung, welche die Energieagentur Regio Freiburg organisiert hat. Schon vorab konnten sich Interessierte melden. "Am Freitag waren alle Beratungszeiten ausgebucht", berichtete Mitarbeiterin Laura Meiser. Die meisten Nachfragen gab es auch hier zu Heizung, zu Photovoltaik und zu Solarthermie. Auch viele junge Familien samt Nachwuchs waren auf der Messe unterwegs. Potenzielle Häuslebauer also, die sich beraten ließen – Massiv-, Fertig- oder Holzhausanbieter waren auf der Getec vertreten. Für Holzhäuser warben gleich mehrere Anbieter, etwa die Elztal Holzhaus GmbH aus Herbolzheim, die schlüsselfertige Lösungen bietet: "Holzhäuser sind ökologisch, hochgedämmt und haben eine kurze Bauzeit von nur sechs Monaten", erklärte Geschäftsführer Stefan Göppert.

Über Immobilien und den Markt in Freiburg und der Region wurde nebenan auf der 12. Immo berichtet. Diese Messe hatte mit einem hochkarätig besetzten Fachkongress begonnen, bei dem der Wirtschaftsweise Lars Feld und der Demografie-Experte Bernd Raffelhüschen zu den Fachreferenten zählten.