Standortausbau

Metall- und Elektrounternehmen Zentner baut neue Produktionshalle für 2,2 Millionen Euro

Holger Schindler

Von Holger Schindler

Di, 08. November 2016

Freiburg

Die Baumaschinen rollen schon. In der Jechtinger Straße 15 im Gewerbegebiet Haid wird in großem Stil gebaut. Die Zentner Elektrik-Mechanik GmbH erweitert ihren dortigen Standort, an dem sie seit 1994 ansässig ist.

Das Unternehmen teilte mit, dass dort eine neue, zusätzliche Produktionshalle entsteht. "Die neue Erweiterungshalle-Ost wird in ähnlicher Optik wie die bereits bestehende Halle-West angebaut", erklärt Unternehmenssprecher Oliver Lohre.

Der Hallenbau soll 2600 Quadratmeter groß werden – und damit die bestehende Produktionsfläche von 4500 Quadratmetern um mehr als die Hälfte erweitern. "Dabei berücksichtigen wir die neuesten Auflagen der Energieeinsparverordnung", sagt Oliver Lohre, "sowohl hinsichtlich der Gebäudeisolierung als auch im Hinblick auf den Einsatz von LED-Beleuchtungstechnik". Der Bau wird rund 2,2 Millionen Euro kosten, so die Planungen. "Die erforderlichen Erd- und Planierungsarbeiten haben bereits begonnen", sagt der Firmensprecher. Die Inbetriebnahme sei für Mitte 2017 vorgesehen. Laut dem Unternehmen handelt es sich bei der neuen Halle um eine Stahlskelett-Konstruktion – mit einem Stützenabstand von bis zu 40 Metern. "Das erzeugt eine großzügige, ästhetisch ansprechende Raumwirkung", so Oliver Lohre.

Das Unternehmen, das bereits seit 1886 besteht, beschäftigt derzeit 90 Mitarbeiter, davon 25 Ingenieure, Konstrukteure und Programmierer. Zentner beackert verschiedene Geschäftsfelder und entwickelt Rundumlösungen von der Idee bis zur Serienreife in den Bereichen CNC-Feinblechtechnik, Systemtechnik und Anlagenbau. "Wir beraten unsere Kunden bereits bei der Projektierung zu den Themen Konstruktion, Werkstoffauswahl, Verarbeitung der Produkte sowie zur Qualitätssicherung", erklärt Ralf Zentner, der gemeinsam mit seinem Cousins Achim Zentner das Unternehmen leitet.

Was die CNC-Feinblechtechnik betrifft, fertigen die Freiburger Komponenten aus Blech in Serien von zehn bis zu 100 000 Stück – aus Alu, Stahl und Edelstahl. Typische Erzeugnisse sind etwa Industriegehäuse. Bei der Systemtechnik geht es um Schaltschranksysteme – vom kleinen Bediengerät oder Schaltpult bis hin zu großen Schaltschrankzeilen. Beim Anlagenbau wiederum lagen die Anfänge bei Reinigungsanlagen für die Druckindustrie. Inzwischen erstellt Zentner Konzepte für unterschiedliche Anwendungsgebiete, je nach Kundenwunsch – egal, ob es sich um komplexe Schweißbaugruppen, den Sondermaschinenbau oder SPS-Steuerungen oder Prozessvisualisierung handelt.

Besonders stolz ist das Familienunternehmen auf seine Kompetenz beim Thema Entwicklung. "Im Gegensatz zu vielen anderen Mitbewerbern bieten wir die Ingenieurskompetenz unter einem Dach mit der späteren Fertigung", erklärt Oliver Lohre. Das erleichtere die Kommunikation erheblich.