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10. Februar 2012
Modische Mützen
MÜNSTERECK: Das Gegenteil von Coolness
Die eisigen Temperaturen sind auch in modischer Hinsicht eine Herausforderung. Die Outdoor-Bekleidung, die in Freiburg ganzjährig zum Standard gehört, kann bei minus 10 Grad ihre Funktionalität endlich mal richtig zur Entfaltung bringen. Einen Schauer über den Rücken treiben allerdings die Kopfbedeckungen, die viele Zeitgenossen und vor allem -genossinnen wählen. Das einst so beliebte Stirnband scheint in der Klamottenkiste verschwunden zu sein. Stattdessen ist Strick schick. Menschen jeden Alters ziehen sich seltsam längliche Mützen über, die den Eindruck erwecken, der Hinterkopf sei krankhaft verformt. Wer frech daherkommen will, greift zur Lapplandmütze mit Pippi-Langstrumpf-Appeal. Dieses Modell scheint vor allem bei Studentinnen und jungen Müttern beliebt zu sein. Männer hingegen tendieren zum Zweitfell in der Russenmütze mit Ohrenklappe. Die seien trendig, meinen entsprechende Anbieter. Um ehrlich zu sein, waren die schon im Kalten Krieg nicht wirklich hübsch. Wem alles egal ist, der hat auch keine Hemmungen, die Pudelmütze vor dem Aussterben zu bewahren. Einst galt sie als der Antipode von Coolness. Ein Attribut, das in diesen Tagen beim Auftritt im Freien offensichtlich weniger gefragt ist. Eine modisch befriedigende Lösung ist also nicht in Sicht. Deshalb: Kragen hoch.
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Autor: Uwe Mauch
