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29. Oktober 2010

Grün essen in Green City:

MÜNSTERECK: Der Siegeszug des Couscous

Jetzt ist er vorbei, der Veggie-Day, und obwohl nur eine spezielle Zielgruppe einen Vorgeschmack davon bekam – die Mensen des Studentenwerks servierten gestern Marokkanische Butternusskürbis-Tajine mit Chili-Rosinen-Couscous und Blattsalat – prophezeien wir ihm eine große Zukunft. Denn nicht nur bei Studierenden wächst die Zahl der grünen Esser. Ein frappierendes Beispiel erzählte eine Freundin: Sie war neulich in einem italienischen Restaurant mittagessen, schaffte aber ihren Antipasti-Vorspeisenteller nicht. Weil sie aus den USA kommt, bat sie unbefangen um ein "doggie bag", eine kleine Schachtel für die Reste der gegrillten Zucchini und des Parmaschinkens, um das abends noch zu schnabulieren. Auf dem Weg zurück zur Arbeit kam sie an einem Bettler vorbei, der um eine milde Gabe bat. Sie legte einen Euro ins Hütchen und sagte: "Ach, ich habe ja noch was zu essen, wollen Sie?" und zeigte ihm das "doggie bag". Der Bettler blickte hinein, blickte auf, lächelte höflich und sagte: "Du, das ist total nett, aber ich bin vegan." Die barmherzige Samariterin blieb total verblüfft zurück. Wir ahnen: Wenn sich fleischloses Essen bis in unvermutete Zielgruppen durchgesetzt hat, ist der Siegeszug von Rosinen-Couscous nicht mehr zu stoppen.

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Autor: Simone Lutz