Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

02. Januar 2009

Freiburg rutscht ins Neue Jahr

MÜNSTERECK: Der Wahnsinn, ganz normal

Nebel lag über der Stadt, als Freiburg um Mitternacht von 2008 nach 2009 hinüber rutschte. Dass manch einer oder manch eine benebelt im neuen Jahr ankam, hatte allerdings keine meteorologischen Ursachen. Kein Wunder, dass Polizei und Rettungskräfte im Bermuda-Dreieck vorübergehend im Viereck sprangen, bei dem was da an An- und Vollgetrunkenen die Altstadtstraßen bevölkerte. Auffällig auch die vielen Mädchen mit den großen Saft-Tetrapacks, in welchen der Saft nach der Wodkabeimischung bekanntlich nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Jedenfalls saß kurz vor Mitternacht ein ganz junges Mädchen da schon "saft"- und kraftlos mit Tränen in den Augen vor einer Discotür, weil der Türsteher bei der Alterskontrolle eisern geblieben war. Wobei, draußen war’s auch gefährlich: So sollte die Aktion Brot statt Böller um die Komponente Hirn und Böller erweitert werden, vor allem für diejenigen, welche die Knaller mit Vorliebe in die Menschenmenge werfen. Da will man dann schon gar nicht mehr über die Hinterlassenschaft der Nacht reden: Die Müllberge garniert mit unappetlichen Zutaten, welche die schnelle Eingreiftruppe der Abfallwirtschaft per Sonderschicht aus dem Weg räumte. Die Betriebsleitstelle der VAG hat’s bei ihrem Rund-um-die-Uhr-Straßenbahneinsatz zum Jahreswechsel auf den Punkt gebracht. "Der ganz normale Wahnsinn wie jede Samstagnacht – noch garniert mit Feuerwerkskörpern".

Werbung

Autor: Joachim Röderer