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06. Juli 2011
Erneuerbare Energien
MÜNSTERECK: Frischer Wind für Freiburg
Ja, man wird sie richtig gut sehen können. Weil sie oben am Bergrücken steht und weil sie vom Sockel bis zur Rotorspitze 200 Meter hoch werden wird – die neue Windmühle, die bald am Schauinsland noch eine Etage höher stehen wird als die beiden planerisch nach wie vor illegalen Windräder an der Holzschlägermatte. Die neue Hochleistungsturbine könnte ein erstes großes sichtbares Symbol der Energiewende werden, die auch in Freiburg nun noch einmal neue große Anstrengungen erfordern wird. Wenn auf einen Schlag 15 Millionen Kilowattstunden in die Bilanz der Erneuerbaren Energien hineingeweht werden, rückt Freiburg seinem Anteil von zehn Prozent einen großen Schritt näher. Diese für 2010 angepeilte Marke hat die Green City ja verfehlt – was der Stadt einigen Spott eingebracht hat. Aber in der ursprünglichen Prognose war eben auch der Windkraft-Ausbau drin, der aber durch die restriktiven Vorgaben der alten Landesregierung nicht möglich war. Es gibt keine Zeit zu verlieren und so macht es Sinn, dass die Stadt die neue Anlage plant, während parallel dazu das entsprechende Landesgesetz geändert wird. Regelmäßige Umfragen schon aus der Zeit vor Fukushima belegen, wie hoch die Akzeptanz für die Windkraft in Freiburg ist. Der alte Kampf gegen die Windmühlen, wie er vor zehn Jahren gekämpft wurde, ist am Schauinsland sicher nicht mehr zu erwarten.
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Autor: Joachim Röderer
