Feinstaubdebatte

MÜNSTERECK: Heiliger St. Florian

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 27. Oktober 2010

Freiburg

Zynisch sei die Antwort, die Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik ihm gegeben habe, meint nicht nur der FDP-Stadtrat Sascha Fiek. Selbst wenn man zugute hält, dass sich das Umweltschutzamt nur oberflächlich mit der nervenden Anfrage aus dem Gemeinderat befasst hat, wirft die Antwort allerdings ein Licht darauf, mit welchem Engagement die zuständige städtische Behörde das Thema Feinstaub in der Stadt angeht: Möglichst weit weg von der Messstelle darf hinausgepustet werden, was da wolle, Hauptsache die gemessene Luft bleibt einigermaßen rein und Freiburg verliert im jeweils aktuellen Umweltranking keinen Platz. Im Amt ist die Bürgermeisterin jedoch, um Schaden von der Bevölkerung abzuwenden. Und der Feinstaub – egal ob aus städtischen Transportfahrzeugen, Baumaschinen oder privaten Schwedenöfen – steht immerhin in dem Ruch, Krebs verursachen zu können. Dies gilt auch Kilometer von der nächsten Messstation entfernt. Dass auch der Rest der Stadtverwaltung und die städtischen Betriebe weit davon entfernt sind, ihren Teil zur innerstädtischen Schadstoffreduzierung beizutragen, zeigt die mangelhafte Ausstattung der Fahrzeuge mit Umweltplaketten. Hoffentlich hat es sich bei den Verantwortlichen wenigstens herumgesprochen, dass die Umrüstung vieler Fahrzeuge gefördert wird, dann schiede zumindest ein fiskalisches Argument gegen Dieselpartikelfilter aus. Wer jedoch gleichzeitig etwas für den Klimaschutz tun möchte, kommt um Neubeschaffungen nicht herum.