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29. August 2009
Haus der Kirche
MÜNSTERECK: Leuchtturm am Freiburger Weg
Ende des Jahres endet die vereinbarte dreijährige Erprobungsphase. Doch niemand geht davon aus, dass wieder rückgängig gemacht wird, was seit Anfang 2007 auf dem "Freiburger Weg" zurückgelegt wurde. Die einen sagen, da sei vieles in Bewegung gekommen und möglich geworden. Andere beklagen dagegen die mit dem eingeleiteten Strukturprozess verbundene Unruhe. Unter anderem nämlich wurden die vormals knapp 20 eigenständigen Pfarreien zu so genannten Predigtbezirken in nur noch fünf übergeordneten Pfarrgemeinden zusammengelegt. Damit geht einher ein Immobilienkonzept mit der Ansage: Angesichts der schmalen finanziellen Wegzehrung des Kirchenbezirks werden "Eingriffe in den Bestand notwendig" – und zwar bis zu 35 bis 50 Prozent. Das heißt: So viele Gebäude, einschließlich der Kirchen, sollen vermarktet werden, falls sie als "nicht mehr gebraucht" oder als unfinanzierbar betrachtet werden. Vor diesem Hintergrund ist der Zwist um den geeigneten Standort für ein "Haus der Evangelischen Kirche" zu sehen. Ausgerechnet da ist die Angst vor dem Verlust des Eigenen im Kleinen zu spüren, obwohl alle gleichzeitig für ein solches Haus als eine Art evangelischer Leuchtturm sind – ob der gefühlten katholischen Dominanz in der Stadt. Die Evangelische Kirche hier ist jedenfalls auf ihrem "Freiburger Weg" auch nach dessen Erprobungsphase noch lange nicht "angekommen".
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Autor: Gerhard M. Kirk
