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27. April 2013 10:03 Uhr

Kommentar

Verletzte Spielregeln beim Straßenfest zum 1. Mai im Sedanquartier

Das Verbot des Fests in der Wilhelmstraße ist schade. Aber wenn Spielregeln nicht eingehalten werden, muss der Schiedsrichter pfeifen.

Für viele Freiburgerinnen und Freiburger war jahrelang der Abend des 1. Mai im Festkalender fest notiert. In der gesperrten Wilhelmstraße im Sedanquartier gab’s Musik, Essen und bekannte Gesichter. Friedlich, fröhlich und ein bisschen feucht. Irgendwann und ganz langsam ist das Fest "gekippt", wie Ulrich Armbruster vom Bürgerverein sagt. Es breitete sich aus in die benachbarten Straßen und in die Morgenstunden. Hunderte zumeist junger Leute machten Party auf Kosten der Anwohner. Das alternative Familienfest endete immer wieder in einem Saufgelage mit Beschallung aus Riesenboxen. Es gibt Anwohnerinnen und Anwohner, die das hinnehmen, aber viele sehen seit langem die Grenzen des Erträglichen erreicht. Im vergangenen Jahr haben Stadtverwaltung und Polizei erstmals mit Verbot und Kontrollen versucht, die Ruhe im Quartier wieder herzustellen. Mit bescheidenem Erfolg. Darauf versuchten Anwohner und Partylöwen, einen Konsens zu finden. Tatsächlich zogen sie gemeinsam eine Grenze für die Dauer des Festes und die Lautstärke. Doch niemand wollte gegenüber den Behörden den Kopf hinhalten und als Ansprechpartner fungieren. Die Folge: ein erneutes Verbot. Das ist schade, aber wenn Spielregeln nicht eingehalten werden, muss der Schiedsrichter pfeifen. Auf Schlaf haben die Anwohner nämlich einen Rechtsanspruch.

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Autor: Uwe Mauch