Neue Mitte auf der Haid

Simone Lutz

Von Simone Lutz

Fr, 11. Januar 2019

Freiburg

Das Gebiet wird Stück für Stück entwickelt / Gewerbeareal am Rankackerweg ist für Wohnbau nicht geeignet – wegen Altlasten.

FREIBURG-HAID. Wenn alles klappt wie geplant, sollen im Frühjahr die Bauarbeiten für die neue Quartiersmitte im Gebiet "Auf der Haid" starten. Die neue Mitte ist der erste Baustein eines Rahmenplans, der "Auf der Haid" Stück für Stück weiterentwickeln soll. Doch ein großes Areal bleibt dabei außen vor: das Firmengelände östlich des Rankackerwegs, das als Spohn-Gelände bekannt ist – wegen Altlasten.

Das neue Rahmenkonzept für das Gebiet "Auf der Haid" zwischen Besançonallee, Guildfordallee, Opfinger Straße und Bahnlinie steht im Großen und Ganzen: Erst soll die neue Quartiersmitte gebaut werden, für die der Baden-Badener Investor IBA Immobilien ein viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit Mietwohnungen, Laden und Café, Arztpraxen und einem Quartiersraum errichten will. Dann soll das westlich davon gelegene "Lindenwäldle"-Areal neu entwickelt werden; nächstes Jahr soll klar sein, wie. Als dritter Bereich sollen die "Rosenstauden" im Ostteil des Quartiers umgestaltet werden.

Nicht Teil des Rahmenkonzepts, obwohl sie eigentlich auch im Gebiet liegt, ist eine rund sieben Hektar große Fläche zwischen Güterbahnlinie, Rankacker- und Haierweg. Dieses private Gelände ist bebaut und wird gewerblich genutzt.

Das Problem: Altlasten. Bereits 1998 stand das Areal der Firma Spohn unter Altlastenverdacht. Damals wurden Spuren von Heizöl, Teeren, Kraftstoffen und anderen Betriebsmitteln gefunden. Doch erst als die Spohn-Nachfolgefirma Pio Kunststoffe mit dem Bodenaushub für den Bau einer neuen Lagerhalle begann, wurde das Ausmaß der Verunreinigung sichtbar. Mehr als 15 000 Tonnen belastetes Erdreich ließ die Firma nach Nordrhein-Westfalen auf speziell abgedichtete Deponien bringen, hieß es damals in der Badischen Zeitung.

Noch ist das Grundstück belastet. Deshalb sieht die Stadtverwaltung für eine Umstrukturierung erst mal keinen Anlass. Die Fläche darf aufgrund der Altlasten nicht entsiegelt werden, da ansonsten die Gefahr besteht, dass sich diese mit dem Grundwasser mischen. Das Gelände ist daher auch nicht für Wohnungsbau geeignet.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, erwägt der Eigentümer eine intensivere Ausnutzung der Fläche durch andere gewerbliche Nutzungen. Er werde mittelfristig ein Konzept dafür erstellen lassen, dies mit den zuständigen Fachstellen abstimmen und der Bürgerschaft vorstellen.