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10. Februar 2012

"Neuentwicklungen in allen Bereichen"

DREI FRAGEN AN den Herzchirurgen Friedhelm Beyersdorf zum Patientensymposium am Sonntag.

  1. Friedhelm Beyersdorf Foto: Kunz

Anlässlich ihrer Jahrestagung in Freiburg lädt die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie am Sonntag, 12. Februar, unter dem Motto "Was Patienten und Angehörige unbedingt wissen sollten!" zu einem Patientensymposium ein. Michael Brendler fragte den Vizepräsidenten der Gesellschaft, Friedhelm Beyersdorf, Chef der gemeinsamen Herzchirurgie von Uniklinik Freiburg und Herzzentrum Bad Krozingen, welche Wissenslücken gestopft werden sollen.

BZ: Herr Professor Beyersdorf, warum lohnt es sich als Betroffener, bei Ihnen vorbeizuschauen?

Beyersdorf: Es lohnt sich, weil wir auf unserem Patientensymposium die Hauptpunkte des Kongresses laienverständlich erklären und berichten wollen, was die Neuerungen in der Herzchirurgie konkret für den Patienten bedeuten.

BZ: Und was gibt es für Neuerungen?

Beyersdorf: Neuentwicklungen gibt es eigentlich in allen Bereichen unseres Fachs. Nehmen wir das Beispiel Herzklappen: Dort stehen dem Chirurgen inzwischen Ersatzklappen zur Verfügung, die nicht nur aus biologischem Material sind, sondern auch viel länger halten als ihre Vorgänger. Zudem werden diese Klappen heute über ganz neue Wege implantiert: zentral durch eine Eröffnung des Brustkorbs, durch kleinere Schnitte über die Seite des Körpers oder sogar per Katheter über die Leistenarterie. Aber auch bei der koronaren Herzkrankheit und Bypasschirurgie hat sich viel getan: Dank neuer Studien haben wir nun endlich Klarheit darüber, welche Patienten nach einem Herzinfarkt eher von einer Bypassoperation profitieren oder wem alternativ eher Ballonkatheter und Stent helfen.

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BZ: Inwieweit ist auch der Standort Freiburg an diesen Entwicklungen beteiligt?

Beyersdorf: Das Gemeinsame Herzzentrum Freiburg / Bad Krozingen bietet all diese neuen Methoden an. Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass es kein Verfahren in der modernen Herzchirurgie gibt, das nicht hier bei uns im Raum eingesetzt wird.

Patientensymposium Herzmedizin: Sonntag, 12. Februar, 11 bis 13 Uhr, Tagungsraum 8 der Messe Freiburg, Europaplatz 1. Der Eintritt ist frei.

Autor: mich