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28. Juni 2011
Neuer Faden im Netzwerk
Direkt am Diakoniekrankenhaus entsteht das erste ambulante Strahlentherapiezentrum Freiburgs.
Falls alles nach Plan vorwärtsgeht, soll es bereits in gut einem Jahr eröffnet werden: das erste rein ambulante Strahlentherapiezentrum in Freiburg. Am Montag war der erste Spatenstich direkt neben dem Diakoniekrankenhaus auf dessen Gelände im Stadtteil Landwasser. Das einstöckige Gebäude ist auf etwa vier Millionen Euro veranschlagt, die technischen Geräte zur Behandlung von Tumoren sollen noch einmal rund 3,5 Millionen Euro kosten.
"Endlich wird’s Wirklichkeit", freut sich Michael Decker, der Verwaltungsdirektor des Diakoniekrankenhauses. Das Strahlentherapiezentrum nämlich ist ein weiterer Baustein in der seit Jahren gepflegten Strategie der Klinik: In unmittelbarer Nachbarschaft Spezialisten anzusiedeln und mit diesen selbständigen Partnern kompetente Netzwerke zu schaffen. Schwerpunkt des neuen Zentrums wird die Behandlung bei Brustkrebs, Prostatakarzinom, Lungenkrebs und des Magen-Darm-Trakts sein. Daneben sollen auch palliative (symptomlindernde) Behandlung und Strahlentherapie bei entzündlichen Erkrankungen angeboten werden.In der Behandlung von Krebs ist neben Operation und Chemotherapie die Strahlentherapie der dritte wichtige Bestandteil, erklärt Christian Weißenberger. Der 45-Jährige wird zusammen mit seinem Kollegen Karl Henne im mit modernsten Geräten ausgestatteten und 700 Quadratmeter umfassenden Erdgeschoss des Gebäudes behandeln. "Wir rechnen mit sechshundert bis 800 Patientinnen und Patienten pro Jahr." Unterstützt werden beide dabei von Medizinphysikerinnen (1,5 Stellen), Medizinisch Technischen Assistenten (3,5 Stellen) und zwei Arzthelferinnen.
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Christian Weißenberger arbeitet zur Zeit an der Uniklinik in Tübingen und sammelte davor elf Jahre lang Erfahrung in der Universitätsklinik Freiburg, wo Karl Henne gegenwärtig noch tätig ist. Beide wollen zusammen mit Claudia Fischer als Leiterin der Medizinphysik im neuen Strahlentherapiezentrum, dessen Behandlungsräume bis zu 2,5 Meter dicke Wände haben werden, mit den bestehenden Tumorzentren in Freiburg und Umgebung zusammenarbeiten. Gebaut wird das Zentrum von der Firma Moser nach Plänen des Architekten Guido Epp aus Schallstadt-Wolfenweiler. Alle Beteiligten legten Wert auf viel Tageslicht, Übersichtlichkeit und kurze Wege in dem Gebäude, dessen erstes Obergeschoss mit freien Arztpraxen belegt werden soll, darunter auch ein Kinderarzt.
Michael Decker jedenfalls ist schon beim Spatenstich zuversichtlich, dass das Strahlentherapiezentrum im Sommer 2012 zur Verfügung stehen und gut angenommen werden wird. Denn: "Gerade viele Patientinnen und Patienten mit Krebs haben’s gern etwas kleiner und familiärer – so wie hier bei uns."
Autor: Gerhard M. Kirk
