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24. Dezember 2014

Nothilfe-Päckchen für die Ukraine

Das ’s Einlädele, die soziale Einrichtung der Evangelischen Stadtmission, sucht für seine Hilfsaktion immer wieder Spender.

  1. Sammelstelle ’s Einlädele: Päckchen für Menschen in der Ukraine Foto: Thomas Kunz

Vergangenen Donnerstag ist wieder ein Lastwagen mit Hilfsgütern Richtung Ukraine gestartet. Die Ladung: 2550 liebevoll mit Geschenkpapier verpackte Weihnachtspäckchen für bedürftige Menschen. Die Ukraine-Nothilfe des ’s Einlädele, der sozialen Einrichtung der Evangelischen Stadtmission im Stühlinger, läuft erfolgreich seit März – ein Ende ist wegen der schwierigen Lage dort nicht abzusehen.

Volker Höhlein, Geschäftsführer von ’s Einlädele, kann Erfreuliches berichten. Seit seine Einrichtung im März die Ukraine-Nothilfe gegründet hat, haben viele Menschen insgesamt 94 000 Euro dafür gegeben. Zusammen mit Sachspenden und Lebensmitteln brachten die Lastwagen damit Hilfe in Höhe von 115 000 Euro nach Kiew, Shitomir, Charkiv, Vatutino und Pjetichatchki.

"Wir haben drei Schwerpunkte", sagt Höhlein, "die Versorgung von Flüchtlingen, die Auslieferung der Lebensmittelpakete und den Ausbau unserer dortigen Landwirtschaft." Auf 16 Hektar Land gibt es jetzt auch einen Stall für 40 Schweine und Strom – eine enorme Arbeitserleichterung. "Besser, wenn wir auch in der Ukraine Lebensmittel produzieren können", findet Höhlein.

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Die Ukraine-Hilfe des ’s Einlädele hat eine 20-jährige Tradition, daran knüpft die Ukraine-Nothilfe nahtlos an. Seit Anfang April sind zehn Lkws mit Lebensmittelpaketen, Kleidung, Hausrat und medizinischen Hilfsmitteln nach Osteuropa gefahren – und wo sie in der Ukraine wegen gesperrter Straßen nicht weiterkamen, übernahmen Privatautos den Transport. Abenteuerliche Geschichten kann Höhlein erzählen, "so ist halt der Krieg". Etwa von dem 86-jährigen Rentner, der jeden Freitag mit einem Siebeneinhalb-Tonner ins östlich gelegene Kriegsgebiet fährt, um Menschen zu versorgen. Oder von dem Pastor aus Donezk, mit dessen Hilfe sie eine halbe Lkw-Ladung voll Lebensmittel mitten ins Kriegsgebiet schmuggeln konnten. Oder von den insgesamt 150 Flüchtlingen, die im Vaterhaus der Stadtmission in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Zuflucht gefunden haben, bei der Kälte nicht weiterziehen können und jetzt mitversorgt werden. "Sie bleiben auf jeden Fall über Winter, dafür brauchen wir Geld", so Höhlein. Aber auch Sachspenden sind immer willkommen. Wer helfen möchte, hat jetzt wieder Gelegenheit: Der nächste Lastwagen fährt Ende Januar.

Ukraine-Nothilfe: Dringend benötigt werden: warme Kleidung, Winterschuhe, Decken, Bettwäsche, Handtücher, Kissen und Bettdecken, Matratzen, Rollstühle, Rollatoren, Gehhilfen, Windeln, Kinderkleidung, Elektroradiatoren. Auch Lebensmittelpakete sind willkommen; alternativ kann man auch zehn Euro spenden, damit werden dann Lebensmittel gekauft. Mehr Infos unter Tel. 0761/280907 oder http://www.seinlaedele.de

Autor: Simone Lutz