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11. Juli 2011 14:19 Uhr

Freiburg

Papstbesuch kostet Erzbistum 11 Millionen Euro

Der Deutschlandbesuch von Papst Benedikt XVI. im September kostet die Katholische Kirche etwa 25 bis 30 Millionen Euro. Davon muss das Erzbistum Freiburg einen Anteil von 11 Millionen Euro tragen.

  1. Werbung für ein einmaliges Ereignis Foto: dapd

Auf jeden deutschen Katholiken komme damit rund ein Euro, sagte der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp. Er bestätigte damit einen Bericht der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung vom selben Tag und bezeichnete die Kosten – gerade im Vergleich zu anderen Großereignissen – als vertretbar und angemessen.

Kopp zufolge kalkuliert das Erzbistum Berlin mit Kosten von etwa 3,5 Millionen Euro. Die Bistümer Erfurt und Freiburg, weitere Besuchsstationen des Papstes, rechnen jeweils mit etwa 11 Millionen Euro. Der Großteil der Kosten wird dabei nicht für den eigentlichen Papstaufenthalt verwendet, sondern für die Infrastruktur und die Sicherheit der Besucher. So schläft der Papst in einer kircheneigenen Einrichtung und nicht in einem Luxushotel.

"Es ist eine Summe, die wir gern investieren" Robert Eberle
Das Erzbistum Freiburg zählt derzeit rund zwei Millionen Katholiken. Heruntergerechnet trägt also jeder Gläubige etwas mehr als fünf Euro für den Papstbesuch. Den Ausgaben stehen allerdings auch Einnahmen gegenüber. Erfahrungsgemäß gibt jeder Besucher im Durchschnitt rund 35 Euro in der Stadt aus. Dieses Geld kommt in erster Linie dem Handel, der Hotellerie und den Transportunternehmen in Freiburg zugute.
Robert Eberle, Sprecher der Erzdiözese Freiburg, bestätigte, dass das Bistum rund elf Millionen Euro für den Papstbesuch ausgeben wird. Die Ausgaben liegen ähnlich hoch wie in den bayrischen Diözesen, die der Papst vor fünf Jahren besuchte: "Daran haben wir uns orientiert". Die Erzdiözese Freiburg habe bereits 9,6 Millionen Euro in einem Nachtragshaushalt bereit gestellt. Die Diözese könne die Summe bei einem Jahresetat von 447 Millionen Euro gut stemmen. "Es ist eine Summe, die wir gern investieren, um den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen", so Eberle.

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Es sei ein einzigartiges Ereignis, wie es das im Jahre 1827 gegründete Erzbistum noch nie erlebt habe. Man müsse auch die Dimensionen sehen. Die Sicherheitsauflagen seien nach der Love-Parade-Katastrophe von Duisburg noch einmal verschärft worden: "Und wir wollen auch als Veranstalter alles tun, um die Sicherheit des Papstes und aller Besucher zu gewährleisten".

"Es ist eine Summe, die wir gern investieren, um den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen", so Eberle. Man müsse auch die Dimensionen sehen. Die Sicherheitsauflagen seien nach der Love-Parade-Katastrophe von Duisburg noch einmal verschärft worden: "Und wir wollen auch als Veranstalter alles tun, um die Sicherheit des Papstes und aller Besucher zu gewährleisten".

Der zentrale Gottesdienst wird auf dem Flugplatzgelände gefeiert. Dort laufen bereits Bauarbeiten. Errichtet werden eine Altarinsel samt Dach und Podeste für Fernsehkameras. Dazu werden Wege für Pilger und Rettungsfahrzeuge angelegt – und ein Rundkurs für das Papamobil. Nach dem 25. September wird alles komplett zurückgebaut – auf Kosten der Diözese, erklärte Michael Broglin von der Flugplatz Freiburg GmbH. Zur abschließenden Rede des Papstes im Konzerthaus hat Erzbischof Zollitsch am Wochenende in Mannheim die 300 Teilnehmer am Auftakt der Dialoginitiative eingeladen.

Getragen werden die Kosten des gesamten Papstbesuch damit im Wesentlichen von den drei beteiligten Bistümern, die auf eigene Mittel und zum Beispiel Einnahmen aus dem Verkauf von Souvenirs zurückgreifen. Eine Sonderkollekte zum Papstbesuch brachte bundesweit zudem etwa 1,5 Millionen Euro ein.

Der aus Bayern stammende Papst weilt vom 22. bis 25. September in seinem Heimatland. Nach dem Auftakt in Berlin, wo Benedikt unter anderem im Bundestag spricht, reist er nach Erfurt und das Eichsfeld in Thüringen sowie nach Freiburg. An allen Besuchsstationen sind große Messen geplant, zu denen sich bislang 175.000 Gläubige angemeldet haben.

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Autor: Joachim Röderer mit dpa