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16. Juli 2011
Planer des Stadttunnels unter Zeitdruck
Halbanschluss vorgesehen.
In der nächsten Woche vergibt das Regierungspräsidium den größten Brocken bei der Planung für den Stadttunnel. Für 1,3 Millionen Euro wird eine Arbeitsgemeinschaft der Firmen Vössing aus Düsseldorf und Fichtner aus Stuttgart mit Niederlassung in Freiburg den eigentlichen Tunnelbau planen. 18 Gewerke umfasst die Gesamtplanung, fünf sind bereits vergeben, zum Beispiel das Verkehrsgutachten. Noch sei es möglich, den Zeitplan einzuhalten, sagte Leo Andlauer, Referatsleiter für Straßenplanung im Regierungspräsidium (RP), gestern gegenüber der BZ. Allerdings sei der zeitliche Puffer bereits aufgebraucht. Grund: Jeweils ein Jahr dauerte es, Fachleute fürs RP zu finden und die vergaberechtlichen Hürden zu nehmen. "In diesem Umfang hatten wir das nicht erwartet", räumt Andlauer ein, "jetzt darf nichts mehr dazwischen kommen."
Die Stadt Freiburg finanziert die fünf Millionen Euro teure Planung für den 1,8 Kilometer langen Stadttunnel vor. Damit wollen Stadt und Land den Druck auf den Bundestag erhöhen, der im Jahre 2015 die Prioritäten im Straßenbau neu festlegt. Nur wenn der auf 320 Millionen Euro geschätzte Stadttunnel realisiert wird, fließen die Planungskosten zurück.
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Bislang ohne Erfolg waren die städtischen Bemühungen, den Stadttunnel mit einem Vollanschluss in Höhe der Brauerei Ganter zu planen. Die gesetzlichen Vorgaben haben sich als eindeutig erwiesen: Als sogenannte Außerortstrecke, die der Bund bezahlt, ist der Tunnel nicht für den innerstädtischen Verkehr gedacht. Deshalb sollen Autos gen Westen nur abfahren und gen Osten nur auffahren können. Wollte die Stadt einen Vollanschluss mit Auf- und Abfahrt auf jeder Seite, müsste sie als Bauherrin auftreten und ein Drittel der Kosten tragen. "Das können wir natürlich nicht finanzieren", sagte Baubürgermeister Martin Haag. Die Planung sieht also einen Halbanschluss vor, doch wollen Stadt und RP darauf dringen, dass zumindest ein späterer Vollanschluss nicht unmöglich wird.
Autor: Uwe Mauch
