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10. Februar 2012

Rekord bei der Zahl neuer Arbeitsplätze

Freiburg ist die dynamischste Großstadt in Baden-Württemberg.

Freiburg hat so viele Arbeitsplätze wie noch nie. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs ist um 2700 oder 2,6 Prozent auf 106 250 gestiegen. Das teilte die städtische Wirtschaftsförderung gestern mit. Die "Freiburg, Wirtschaft, Touristik und Messe GmbH" bezieht sich dabei auf die neueste Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Stichtag war der vergangene Juni. Berücksichtigt werden Beschäftigte, die mehr als 400 Euro im Monat verdienen, allerdings nicht Beamte, Selbständige und Freiberufler. Im Landkreis Emmendingen erhöhte sich die Zahl der Jobs um 3,4 Prozent, im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald um 3,5 Prozent.

Damit sei Freiburg auf dem Arbeitsmarkt die dynamischste Großstadt Baden-Württembergs. In den vergangenen 25 Jahren verzeichnete die Stadt einen Job-Zuwachs von 29,4 Prozent. Zum Vergleich: In Heidelberg gab es im gleichen Zeitraum 18,7 Prozent mehr Arbeitsplätze, in Ulm 18,5 Prozent, in Karlsruhe 13,5 Prozent und in Mannheim 3 Prozent. Der Durchschnitt im Südwesten liegt bei 12 Prozent. Mannheim, Stuttgart und Pforzheim verlieren sogar Arbeitsplätze.

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Die städtischen Wirtschaftsförderer machen vor allem die dominierenden Dienstleistungsbranchen etwa in den Bereichen Bildung, Forschung, Einzelhandel und Tourismus für diese Entwicklung verantwortlich. 21 Prozent der Beschäftigten arbeiten im Gesundheits- und Sozialwesen, das damit der größte Wirtschaftszweig in der Stadt ist.

Freiburg hat den höchsten Anteil an Teilzeitbeschäftigten aller Stadtkreise in Baden-Württemberg, nämlich 27,2 Prozent (Heidelberg: 25 Prozent, Karlsruhe: 21,8 Prozent; Stuttgart: 18,3 Prozent). Das sei einerseits erfreulich, so Wirtschaftsförderer Bernd Dallmann, da Arbeitgeber offensichtlich auf die Bedürfnisse ihrer Belegschaft eingingen. Andererseits verdienten so manche vollbeschäftigten Menschen zu wenig, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Jürgen Höfflin, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Südlicher Oberrhein, geht noch weiter. Ein großer Teil der neuen Jobs seien prekäre Beschäftigungen: schlecht bezahlt, befristet oder Leiharbeit. Die Zahl jener Menschen, die trotz regulärer Arbeit noch staatliche Hilfe benötigen, steige. Doch auch der DGB-Chef hält es für "positiv, dass Beschäftigung entsteht".

Autor: mac