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24. August 2017

SAGEN SIE MAL ... : "Der freien Theaterszene mehr Geld zuschustern"

BZ-FRAGEBOGEN, heute ausgefüllt von Michael Barop (37), Gründer des Wohnzimmertheaters "Theater Spielzimmer".

  1. Michael Barop Foto: Bamberger

HASLACH (cfr). Theater im heimischen Wohnzimmer erleben – diese Idee hat Michael Barop mit seinem "Theater Spielzimmer" realisiert. Der 37-Jährige stammt aus Tübingen, hat in Freiburg Englisch, Spanisch und Sport auf Lehramt studiert und später eine Schauspielausbildung gemacht. 2016 hat Barop sich mit dem Wohnzimmertheater selbständig gemacht, er moderiert zudem ein Kneipenquiz im Vorderhaus und spielt in Fernsehserien sowie freien Theaterproduktionen. Barop ist verheiratet und hat eine Tochter. Er lebt mit seiner Familie in Haslach.

Wie kam der Wechsel vom Lehrer zum Schauspieler?
Das Lehrerdasein war auch sehr okay, es hat mich nicht davon weggetrieben, aber zum Schauspiel hin.

Wie funktioniert Wohnzimmertheater?
Ein Gastgeber lädt seine Freunde ein und stellt sein Wohnzimmer mit allen verfügbaren Sitzgelegenheiten voll. Dann kommen wir und machen aus dem Wohnzimmer unsere Bühne. Jeder Auftritt ist für uns neu, wir wissen nicht, was für ein Raum uns erwartet. Unsere Stücke sind eigens fürs Wohnzimmer inszeniert. Wir brauchen nicht viel Platz, benutzen Objekte aus dem Haushalt als unsere Requisiten, bauen die Türklingel, Fenster oder Lampen ein.

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Und was zeigen Sie?
Das darf der Gastgeber aussuchen. Wir haben zum Beispiel "Stiller", "Der Gott des Gemetzels" oder "Gretchen 89ff.".

Was wollten Sie als Kind werden?
Tatortkommissar.

Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?
Unter der Platane im Innenhof der alten Uni.

Ihr Lieblingslokal in Freiburg?
War das "Isle of Innisfree" am Augustinerplatz. Ist leider Herrn Unmüßig zum Opfer gefallen. Schade.

Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Englisch.

Worüber können Sie herzhaft lachen?
Über Situationskomik. Und Wortspiele, je schlechter desto besser.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Pokern, Quiz moderieren, Windeln wechseln, theoretisch auch Sport.

Welches Buch hat Sie in jüngster Zeit am meisten beschäftigt?
Die Maddaddam-Trilogie von Margaret Atwood.

Wann waren Sie zuletzt in der Kirche?
Puh. Bei der Hochzeit meines Bruders.

Wann waren Sie zuletzt im Kino?
Neulich in "Weit".

Was mögen Sie an sich selbst?
Meine gelegentliche Offenheit für ganz Neues und große Veränderungen.
Welche Musik hören Sie gerne?
Country. Jazz, wenn er mir aus Versehen begegnet. Und, ähm, Boybands aus den 90ern.

Ihre Lieblingsinternetseite?
spielzimmer-freiburg.de

Wovor haben Sie Angst?
Vor Autobahnverkehr.

Was bringt Sie auf die Palme?
Rechtschreibfehler in der Zeitung.

Wo machen Sie gerne Urlaub?
Auf dem Bauernhof in Lenggries, Oberbayern.

Ihr größter Erfolg?
Den "Nicest Hair Award" von meiner High-School-Abschlussklasse verliehen bekommen zu haben. Sehr verdient.

Mit wem würden Sie warum gern mal einen Tag lang tauschen?
Mit meiner drei Monate alten Tochter. Weil ich dann grenzenlos umhegt und geliebt und der Mittelpunkt der Welt wäre, ohne dass es mir zu Kopf stiege.
Ihre Traum-Schlagzeile?
"Trump kommt nach Theater-Spielzimmer-Auftritt versehentlich zur Vernunft."

Angenommen, Sie gewinnen bei Jauch eine Million. Was machen Sie damit?
Mit meinen besten Freunden und Lieblingskollegen einen Low-Budget-Kinofilm drehen.

Wer es in meinem Job zu etwas bringen will, der ...
... sollte durchlässig bleiben und Geduld haben.

Die Zeit vergesse ich, wenn ...
... ich auf dem Klo Game Boy spiele.

Einmal im Leben will ich unbedingt ...
... angeleitet LSD nehmen. Außer ein bisschen Alkohol konsumiere ich keine Drogen, aber einmal LSD wäre schon ein Erlebnis.

Als Oberbürgermeister von Freiburg würde ich ...
... der freien Theaterszene mal ein bisschen mehr Geld zuschustern, nicht immer nur den Großen.

Autor: cfr