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22. September 2011

SAGEN SIE MAL ...: "Einmal zu Shakespeare ins Globe Theatre"

BZ-FRAGEBOGEN, heute ausgefüllt von Hans Dürr (62), Regisseur und Leiter des Theaters Hans Dürr in der Kunstetage.

  1. Hans Dürr Foto: Michael Bamberger

WEINGARTEN (cfr). Vor zehn Jahren erfüllte sich Hans Dürr einen Traum: Er gründete sein eigenes Theater. Der gebürtige Offenburger kam 1964 nach Freiburg, in Göttingen hat er Politik, Soziologie und Pädagogik studiert und dann in München eine private Schauspielschule besucht. Anfang der 80er Jahre war der heute 62-jährige Schauspieler einer der ersten, der in Freiburg Theaterworkshops anbot. Dürr ist verheiratet und hat zwei Töchter. Er lebt in Weingarten.

Was zeichnet einen guten Schauspieler aus?
Er ist demütig bescheiden, steht mit beiden Beinen auf dem Boden und hat einen guten Zugang zu sich selbst, das heißt, er kann gut mit Gefühlen leben, ist aber auch klar und flexibel im Denken.

Sie selbst führen lieber Regie als auf der Bühne zu stehen?
Ja, denn mein Talent ist eher das, dass ich sehe, was in anderen steckt. Das herauszuholen für meine Komödien mit Tiefgang, das reizt mich und macht mir Spaß.

Was wollten Sie als Kind werden?
Kriminalpolizist.

Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?

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Am Dietenbachsee.

Ihr Lieblingslokal in Freiburg?
Der "Süden" im Vauban.

Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Deutsch und Sport.

Worüber können Sie herzhaft lachen?
Über witzige, schlagfertige Dialoge mit Freunden.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Spazieren gehen, ein Glas Rotwein trinken, telefonieren, Fußball schauen.

Welches Buch hat Sie in jüngster Zeit am meisten beschäftigt?
"Plötzlich Shakespeare" von David Safier, humorvoll und spannend.

Wann waren sie zuletzt in der Kirche?
Letztes Jahr zur Hochzeit von Mitgliedern des Theaterensembles.

Wann waren Sie zuletzt im Kino?
Vor ein paar Monaten in "The King’s Speech" und in "Pina".

Welche Musik hören Sie gerne?
Rockmusik der 70er und 80er Jahre, Jazz von Jan Garbarek und Barockmusik.

Wovor haben Sie Angst?
Vor ernsthaften Krankheiten in der Familie.

Was mögen Sie an sich selbst?
Meine Geduld, meinen Humor und meine Begeisterung im Zusammensein mit Menschen.

Wo machen Sie gerne Urlaub?
In der Normandie, in der Bretagne und in Schottland. Als Stadt gern in Hamburg.
Was bringt Sie auf die Palme?
Ungerechtigkeiten und Egotrips.

Ihr größter Erfolg?
Den Optimismus bewahrt zu haben.

Sie bekommen eine Zeitreise geschenkt – wohin reisen Sie?
Zu Shakespeare ins "Globe Theatre".

Mit wem würden Sie warum mal einen Tag lang tauschen?
Mit niemanden. Ich bin gerne mit mir zusammen.

Ihre Traum-Schlagzeile?
"Theater Hans Dürr bekommt Subventionen."

Angenommen, Sie gewinnen bei Jauch eine Million. Was machen Sie damit?
Ein Seminarhaus an einem Fluss in Frankreich kaufen, Ausbildungen für die Töchter finanzieren. Mit meiner Frau zusammen reisen. All die Menschen großzügig bezahlen, die sich schon seit Jahren in meinem Theater engagieren.

Bitte vervollständigen Sie: Am Herd gelingen mir am besten ...
... italienische Mahlzeiten.

Wer es in meinem Job zu etwas bringen will, der ...
... muss die Darsteller weiter bringen in ihrer künstlerischen Kreativität und persönlichem Wachstum.

Die Zeit vergesse ich, wenn ...
... ich morgens meditiere, mit lieben Menschen rede oder bei einer intensiven Theaterprobe bin.

Einmal im Leben will ich unbedingt ...
... ein Jahr lang eine Auszeit nehmen, um ein Buch zu schreiben über mein Theaterleben.

Als Oberbürgermeister von Freiburg würde ich ...
... glücklich sein, in dieser Stadt verantwortlich tätig sein zu dürfen. Es ist eine so schöne Stadt, und sie muss es bleiben.

10 Jahre Theater Hans Dürr, Jubiläumsprogramm vom 29. September mit "Viel Lärm um nichts" bis 2. Oktober mit "Neue Abenteuer von Pettersson und Findus". Alle Spieltermine unter http://www.theater-duerr.de

Autor: cfr