SAGEN SIE MAL ...: "Mit dem VW-Bus quer durch Europa"

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Do, 14. Juni 2018

Freiburg

BZ-FRAGEBOGEN, heute ausgefüllt von Wolfram Benkler (68), Inhaber der Konrads-Apotheke in Brühl-Beurbarung.

FREIBURG-BRÜHL-BEURBARUNG (cfr). Wie eine kleine, harmonische Insel, sagt Wolfram Benkler, sei das Viertel Beurbarung, in dem er seit 40 Jahren die Konrads-Apotheke an der Emmendinger Straße betreibt. Der 68-Jährige stammt aus Sigmaringen, hat in Freiburg Pharmazie studiert und in der Karls-Apotheke beim Stadtgarten gearbeitet, ehe er sich 1978 mit seiner eigenen Apotheke selbständig machte. Seit vielen Jahren ist er Mitglied im Bürgerverein, zeitweise im Vorstand. Benkler ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er lebt mit seiner Familie in Horben.

Woher kommt Ihre Lust, sich für Brühl-Beurbarung zu engagieren?
Ich fühle mich hier einfach sehr heimisch und gut aufgehoben. Daher unterstütze ich gerne Projekte wie die Maibaumaktion oder die Weihnachtsbaumaktion. Besonders am Herzen liegt mir der Ganter-Nikolausschlitten, der jedes Jahr am 6. Dezember kommt. Das hat seit zwanzig Jahren Tradition, und die Kinder im Stadtteil freuen sich riesig drauf. Ich finde allerdings, dass es viele Menschen gibt, die sich weitaus mehr engagieren als ich das tue.

Sie haben auch den Grundstein für den Freiburger Diabetiker-Tag gelegt.
Ja, das ist allerdings auch schon mehr als 30 Jahre her, inzwischen liegt diese Veranstaltung bei der Uniklinik in guten Händen. Ich bin Fachapotheker für Diabetes, diese Krankheit ist die große Herausforderung unserer Zeit und ich finde es wichtig, die Leute darüber zu informieren und Betroffene zu begleiten.

Seit vielen Jahrzehnten trainieren Sie Kampfsport – wie hat das Ihre Arbeit beeinflusst?
Der Schwertkampf Kendo ist der schwierigste Kampfsport und die Königsdisziplin. Er erfordert extrem viel Geduld, deshalb sind die Kendo-Kämpfer alle sehr entspannte Menschen. Das merke ich auch an mir. Und ich schaue mir die Leute genauer an. Das lernt man im Kendo: Die Augen weit aufmachen, so dass man alles von einem Menschen sehen kann.

Was wollten Sie als Kind werden?
Rennfahrer.

Ihr Lieblingsplatz in oder bei Freiburg?
Die Eduardshöhe oberhalb von Horben.

Ihr Lieblingslokal in Freiburg?
Das "Liebes Bisschen" und das "Da Giorgio" an der Tennenbacher Straße.

Worüber können Sie herzhaft lachen?
Über Situationskomik.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Den Kampfsport Kendo und Rad fahren.

Welches Buch hat Sie in jüngster Zeit am meisten beschäftigt?
"Hara" von Karlfried Graf Dürckheim.

Was bringt Sie auf die Palme?
Die Kombination von Ignoranz und Anmaßung.
Wann waren Sie zuletzt in der Kirche?
Vergangenen Mittwoch im Münster.

Wann waren Sie zuletzt im Kino?
Im Januar in "Weit".

Welche Musik hören Sie gerne?
Bob Dylan und Klassik.

Ihre Lieblingsinternetseite?
http://www.mushin-ken-dojo.de

Wovor haben Sie Angst?
Vor der Politik des Herrn Trump.

Haben Sie ein Vorbild?
Meinen Vater.

Was mögen Sie an sich selbst?
Dass ich über mich selbst lachen kann.

Wo machen Sie gerne Urlaub?
In Südfrankreich.

Ihr größter Erfolg?
Meine Kinder.
Mit wem würden Sie warum gern mal einen Tag lang tauschen?
Mit meinem Hund, er ist total entspannt.

Ihre Traum-Schlagzeile?
"Donald Trump hat abgedankt."

Angenommen, Sie gewinnen bei Jauch eine Million. Was machen Sie damit?
Umweltprojekte unterstützen.

Bitte vervollständigen Sie: Am Herd gelingt mir am besten ...
... gegrillter frischer Fisch.

Wer es in meinem Job zu etwas bringen will, der ...
... muss Menschen mögen.

Die Zeit vergesse ich, wenn ...
... ich im Wald unterwegs bin.

Einmal im Leben will ich unbedingt ...
... mit meinem alten VW-Bus quer durch Europa.

Als Oberbürgermeister von Freiburg würde ich ...
... das tolle Gebiet Brühl-Beurbarung mit Engagement unterstützen und zum Beispiel einen Bolzplatz und ein Bürgerhaus ermöglichen.