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24. Januar 2014

Debatte

SC-Stadion: Stadträte sehen erhöhten Klärungsbedarf

Stadiondebatte: Gutachter zu Klima, Flugbetrieb und Artenschutz konnten nicht alle Zweifel ausräumen / Lob fürs Dialogforum.

  1. Schwerer Gang: SC-Chef Fritz Keller bei der Bürgerinformation auf dem Weg zum Rednerpult Foto: Bamberger

Nach der Bürgerinformation zu den Stadionplänen am Flugplatz haben mehrere Fraktionen im Gemeinderat noch Klärungsbedarf angemeldet. Die Ausführungen mancher Gutachter hätten nicht überzeugt. Die CDU will dem Fortgang des Verfahrens erst zustimmen, wenn die Zweifel speziell zu den Fragen des Klimas und des Flugbetriebs ausgeräumt sind. Das Dialogverfahren mit Betroffenen halten alle für sinnvoll.

Vor allem der Anfang der fünfstündigen Veranstaltung am Dienstagabend in der Rothaus-Arena stößt auf Kritik der Stadträtinnen und Stadträte. Dabei ging es um Betrieb und Sicherheit des Flugplatzes sowie ums Klima, die nach Einschätzung der Gutachter einem Stadion nicht im Wege stünden. Doch auf der Bühne hätten sie "die Zweifel leider nicht vollständig ausräumen können", teilte die CDU (10 von 48 Mandaten) auf Anfrage der BZ mit. Sie hätten keine klare Position bezogen, bemängelt Renate Buchen von der SPD-Fraktion (9 Sitze). Vielmehr hätten sie ihre Aussagen relativiert, nachdem Standortgegner ihre Kritik geäußert hatten. "Woher der Wind jetzt weht und wie man ihn zu berechnen hat, weiß ich immer noch nicht." Michael Moos von den Unabhängigen Listen (7) fand zudem die Gutachterin zum Artenschutz "am wenigsten überzeugend". Sie hatte die Probleme, die Dohlen, Feldlerchen und Magerrasen aufwerfen, für lösbar gehalten.

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Folglich fordert die CDU "klärende Stellungnahmen", speziell zu Klima und Flugbetrieb – hier hat auch die SPD erhöhten Klärungsbedarf. UL-Sprecher Moos fordert, die flugmeteorologische Untersuchung zu möglichen Verwirbelungen mit Hilfe weiterer Messprogramme zu überprüfen. Die Freien Wähler (3) haben noch offene Fragen zu den Themen Lärm und Verkehr.

Die Stadträte haben Verständnis für die Emotionen, die am Dienstag hochkochten. "Die Mehrzahl der Akteure" sei fair gewesen, findet die CDU. Da die Anwohner sich um Lebensqualität und die Segelflieger um ihre Existenz sorgten, sei "alles noch sehr im Rahmen" geblieben, meint UL-Sprecher Moos. Die Grünen (13) loben ausdrücklich die konstruktiven Beiträge des Naturschutzbundes und der Interessengemeinschaft Industriegebiet Nord. Die größte Fraktion im Gemeinderat hält die Aussagen der Gutachter für plausibel. Im Verfahren für den Bebauungsplan würden strittige Details noch geklärt. Ob das weitergeführt wird, entscheidet der Gemeinderat Ende Februar. Die FDP (4) will sich derzeit noch nicht äußern, die GAF (2) konnte nicht.

Autor: mac