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11. August 2009 18:09 Uhr
Freiburger Rennen
Schauinslandkönig entfacht heftigen Streit
Die Aspiranten für den Königsthron sind noch nicht am Start – wohl aber die Kritiker des Rennens am Schauinsland. Der Betreiber des Downhillroller-Verleihs etwa befürchtet wirtschaftliche Einbußen. Doch der Veranstalter hält dagegen.
Vergrämt reagiert Berthold Steiber auf das Schauinslandkönig-Rennen, das an diesem Sonntag stattfindet. Er betreibt das Schauinsland-Museumsbergwerk und den Downhillroller-Verleih für Fahrten vom Gipfel ins Tal. In einem offenen Brief beklagt er, erst eine Woche vor dem diesjährigen Rennen informiert worden zu sein. Auch nehme Veranstalter Alexander Lang keine Rücksicht auf die von einer Sperrung für den Autoverkehr betroffenen Betriebe. Die hätten bereits wegen der Rennen in den Vorjahren schwere wirtschaftliche Nachteile erlitten.
Alexander Lang hält dagegen: "Wir haben Herrn Steiber etliche Vorschläge gemacht und ihm angeboten, er könne sich im Rahmen der Veranstaltung präsentieren, das Bergwerk ist auf unseren Internetseiten nicht nur erwähnt, sondern auch verlinkt." Von Steiber habe es auf sein Angebot keine Reaktion gegeben. Die Stimmung ist auch im Jahr drei des Rennens angespannt. Wenn am Sonntag das Schauinslandkönig-Rennen mit etwa 1000 Teilnehmern startet, empfiehlt Steiber allen Betroffenen, zu kontrollieren, ob Lang die behördlichen Auflagen einhält. Die Auflagen des genehmigenden Landratsamts (kurz: LRA) Breisgau-Hochschwarzwald sehen vor, so Pressesprecherin Tina Schlachter, dass Lang "die Betroffenen rechtzeitig informiert". Die Genehmigung datiert auf den 10. Juni 2009.
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Ohnehin habe Lang aber nach dem letztjährigen Rennen versprochen, sich frühzeitig mit den Anliegern in Verbindung zu setzen, sagt Volkhart Schönberg vom Berghotel Schauinsland: "Das hat er nicht getan." Schönberg ging es vor allem um die Durchfahrtsmöglichkeit zum Berghotel. Die habe ihm Lang nun zugesichert. Grundsätzlich haben Anlieger und Kunden auch am Renntag Durchfahrtsoptionen zu den Einrichtungen auf dem Schauinslandgipfel von Oberried her, erklärt Edith Lamersdorf, Pressesprecherin der Stadt.
Für Nabil Alian, seit 16 Jahren Betreiber des Restaurants "Schauinsland" bei der Bergstation, ist das kein Trost: "Im vergangenen Jahr wurde mir von Herrn Lang zugesagt, dass ich oben für die Verpflegung zuständig bin – am Renntag hatte er dann auf dem zentralen Gipfelparkplatz Buden mit Catering aufgestellt." Nur die Schauinslandbahn und der Veranstalter profitierten von dem Radrennen, so Alian: "Bei uns war’s völlig leer." Und auch die Downhillroller blieben stehen: Weil nicht – wie von Steiber verlangt – Ordner die zwei Straßenüberquerungen auf der Strecke regelten. Bei den Querungen gilt es allerdings sonst reichlich Autoverkehr zu beachten. Ohne Ordner.
Autor: Julia Littmann
