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31. Oktober 2012

Stadt entfernt illegale Altkleider-Container

Nicht genehmigte Sammelbehälter kommen auf den Bauhof.

  1. Ein Fall für den Bauhof Foto: Thomas Kunz

Die illegal aufgestellten Altkleider-Container in Freiburg werden abgeräumt. Das bestätigt die Stadtverwaltung auf Anfrage der Badischen Zeitung. "Wir haben damit begonnen, die Container nach und nach zu entfernen", erläutert Johannes Pfahlsberger vom Garten- und Tiefbauamt das Procedere. Ein Dortmunder Verein namens "Babynotfallhilfe" hatte im September angefangen, Altkleider-Container auf städtischen und privaten Flächen aufzustellen, ohne vorher eine Genehmigung einzuholen.

Wie viele Behälter die "Babynotfallhilfe" aufgestellt hat, ist derzeit noch nicht genau abschätzbar. "Wir sind auf Hinweise von Anwohnern angewiesen", sagt Pfahlsberger. Momentan stehen 234 Container legal im Stadtgebiet. Sie gehören großen Hilfsorganisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz oder den Maltesern, die den Erlös der gespendeten Kleidung nachweislich für karitative Zwecke einsetzen. Ihre Container von den illegalen zu unterscheiden, fällt nicht leicht, zumal die Container der Babynotfallhilfe nahezu identisch aussehen.

Bisher hat das Garten- und Tiefbauamt nach eigenen Angaben zehn Sammelbehälter einkassiert. "Sie stehen bei uns auf dem Bauhof und werden von den Inhabern selbst abgeholt", so Pfahlsberger. Eine Gebühr müsse der Verein nicht zahlen, weil die Stadt die Container ohne vorherige Androhung eingesammelt hatte: "Uns ging es darum, sie möglichst schnell von der Straße zu bekommen. Der Verein ist außerdem sehr schwer zu erreichen."

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Dem Garten- und Tiefbauamt sind aktuell noch vier Standorte bekannt, an denen die beigen Metallboxen stehen, zum Beispiel an der Schwarzwaldstraße. Werden sie nicht entfernt, werde man spätestens am Freitag einen Bescheid an den Verein schicken, heißt es aus dem Rathaus. Danach geht’s auch dort auf den Bauhof.

Die "Babynothilfe" ist deutschlandweit in mehreren Bundesländern aktiv und hat vielerorts für Schlagzeilen gesorgt. In Rheinland-Pfalz hat die zuständige Behörde bereits im August ein Sammelverbot für den Verein erlassen. Es bestünden "erhebliche Zweifel an ordnungsgemäßen Sammlungen".

Autor: Steve Przybilla