Stadt untersucht Verkehr auf den Uferstraßen

Uwe Mauch

Von Uwe Mauch

Mi, 12. September 2018

Freiburg

Wie viele Fahrbahnen sind trotz Stadttunnel nötig?.

FREIBURG (mac). Ein Gutachten soll klären, wie nach der Inbetriebnahme des Stadttunnels der oberirdische Restverkehr verlaufen kann. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Parallel dazu soll das Baudezernat die Ausschreibung eines städtebaulichen und verkehrlichen Wettbewerbs vorbereiten. Das Gutachten soll im nächsten Frühjahr vorliegen.

Die bisherige Verkehrsanalyse stammt aus dem Jahr 2011 und machte wenig Hoffnung darauf, dass die Uferstraßen zurückgebaut werden können, wenn der Hauptverkehr dereinst durch den Stadttunnel rollt. Aufgrund der prognostizierten Zunahme des Verkehrs brauche es die zwei Spuren in jede Richtung auch künftig, hieß es damals vom federführenden städtischen Garten- und Tiefbauamt. Nicht zuletzt brauche es eine funktionierende Alternative, wenn der Tunnel gewartet oder wegen eines Unfalls gesperrt werden muss. Auch die kleine Initiative der Gegner des Stadttunnels hält es für Augenwischerei zu glauben, dass die heutige B 31 künftig mit einer Fahrbahn je Richtung auskomme.

Doch genau dieser "Dreisamboulevard" bleibt das "Leitbild" der Stadtverwaltung. Die Idee basiert auf einer 16 Jahre alten städtebaulichen Studie des Freiburger Architekten Volker Rosenstiel: die Uferstraßen werden verkehrsberuhigt und holen dadurch die Dreisam näher an den Stadtkern. Vor einem Jahr haben sich sogar Studierende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in einem Wettbewerb dazu Gedanken gemacht, die Baubürgermeister Haag als "sehr, sehr gute Grundlagen" bezeichnete.

Derweil gehen die Planungen für den Stadttunnel weiter, den der Bundestag vor knapp zwei Jahren in die höchste Priorität gestuft hat. Wichtig sei die Bürgerbeteiligung für das 325-Millionen-Projekt, versichern Stadtverwaltung und das verantwortliche Regierungspräsidium.