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18. Mai 2017 16:37 Uhr

Kriminalität

Stadt warnt vor falschem Gemeindevollzugsdienst im Seepark

Er verlangt ein Bußgeld von Hundehaltern, die ihren Liebling nicht an die Leine nehmen. Dabei ist der Unbekannte gar kein Gemeindevollzugsbediensteter. Die Stadt warnt vor dem mutmaßlichen Trickbetrüger.

  1. Ein Bußgeld von 100 Euro hat ein Unbekannter einer Hundehalterin im Seepark abgeknöpft. Foto: Ingo Schneider

Der Mann soll am Sonntag eine Hundehalterin derart bedrängt haben, dass sie ein "Bußgeld" von 100 Euro bezahlte, weil sie ihren Dackel hatte frei herumlaufen lassen. Nach Angaben des Rathauses hat eine Bürgerin die Szene im Seepark beobachtet. Ihr zufolge hatte der Unbekannte die ältere Frau rigide aufgefordert, das Bußgeld zu begleichen. Sie sei so eingeschüchtert gewesen, dass sie der Forderung nachgekommen sei. Eine Personenbeschreibung liegt nicht vor. Der Mann könnte uniform-ähnliche Kleidung getragen haben.

Nachdem vor einem Monat ein Hundehalter von einem ähnlichen Erlebnis auf dem Seeparkgelände berichtet hatte, entschied sich das Amt für öffentliche Ordnung am Donnerstag zu dieser Warnung vor dem mutmaßlichen Trickbetrüger. Weder der städtische Gemeindevollzugsdienst noch die Polizei kassierten in aller Regel Verwarnungsgelder in bar. Die Verwaltung hat Strafanzeige gestellt.

Zwar gilt im Seepark laut Polizeiverordnung tatsächlich ein Leinenzwang für Hunde. Das Bußgeld dafür liegt allerdings zwischen 35 und 50 Euro.

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Autor: bz