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30. September 2009 18:43 Uhr

Saisonstart

Stadttheater Freiburg zieht positive Bilanz

Erstmals in der Spielzeit 2009/2010 geht am Theater Freiburg am Freitag der Vorhang auf. Gespielt wird die "Orestie" nach Aischylos, ehe am Samstag im Großen Haus Richard Strauss’ Oper "Salome" nach einer Vorlage von Oscar Wilde Premiere hat.

  1. Das Theater Freiburg. Foto: Ingo Schneider

Die nun beginnende Saison ist die vierte von Intendantin Barbara Mundel, die ihren Vertrag im Juli bis 2014 verlängert hat. Was die vergangene Saison angeht, können Mundel und ihr Team eine durchaus positive Bilanz aufweisen: Insgesamt kamen mehr als 217 000 Besucher – das sind 9000 (plus 4,1 Prozent) mehr als in der vorangegangenen Spielzeit und 20 000 mehr als in der Saison vor Mundels Amtsantritt im Herbst 2006. Damit ist der kaufmännische Direktor Klaus Engert "sehr zufrieden". Zwischen 215000 und 220000 Zuschauer sei das, was man sich als Ziel gesetzt habe. "Eine kleine Steigerung ist also noch drin."

Mit 750 Vorstellungen sei man an der Grenze angelangt, sowohl was die Kapazitäten des Ensembles als auch der Technik betrifft. "Da ist alles ausgereizt", so Engert. Die Steigerung der Besucherzahlen führt er vor allem auf den attraktiveren Spielplan zurück. Die meisten Besucher zählte wie jedes Jahr die Weihnachtsproduktion, 33 000 Besucher sahen die 48 Vorstellungen von "Der kleine Muck".

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Ansonsten gab es anders als in der Spielzeit davor, als "Peer Gynt" 17 000 Besucher anlockte, keinen eindeutigen Publikumsrenner. Mit "Der Mann von La Mancha", "Der Freischütz", "Berlin Alexanderplatz" und "Simon Boccanegra" waren vergangene Saison gleich vier Produktionen im Großen Haus mit jeweils um die 10 000 Besucher am erfolgreichsten. Insgesamt hatte das Große Haus eine Auslastung von 76 Prozent (2007/2008: 78 Prozent). Bei den Sinfoniekonzerten des Philharmonischen Orchesters lag die Auslastung bei 86 Prozent, bei den Vorstellungen auf der Hinterbühne des Großen Hauses gar bei 95 Prozent.

Die Zahl der verkauften Abos ist um zwei Prozent gestiegen

Nachdem das Theater zuletzt mit einem Abonnentenschwund zu kämpfen hatte, kann es nun auch bei den Abonnements einen Aufschwung verzeichnen. 7660 verkaufte Abos in der Spielzeit 2008/2009 bedeutet eine Steigerung um rund zwei Prozent gegenüber der Vorsaison. Und noch eine Negativentwicklung konnte gestoppt werden: Nachdem das Theater 2007/2008 mit Gastspielen einen Erlösrückgang von 230 000 Euro (minus 8000 Besucher) zu verkraften hatte, kamen 3000 zusätzliche Besucher in die Gastspiele.

Dies entspricht einer Steigerung von 37 000 Euro. In die eigenen Spielstätten kamen derweil 6000 Besucher mehr als im Vorjahr: 5000 Tickets wurden im freien Verkauf abgesetzt, 1000 (20 Prozent) mittels Abonnements. Der kaufmännische Direktor Engert geht zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass das Theater das Jahr mit einem ausgeglichen Ergebnis abschließen wird.

Autor: Frank Zimmermann