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03. Februar 2009

Studierende besetzen das Rektorat

An der Katholischen Fachhochschule geht der Protest gegen die Studiengebühren weiter.

Gerade erst haben sie das Quorum im Protest gegen Studiengebühren erreicht, da proben die Studierenden der Katholischen Fachhochschule (KFH) schon wieder den Aufstand. Rund 80 haben gestern das Rektorat der Hochschule besetzt. Und sie wollen ein paar Tage bleiben.

Zwar ist er friedlich, nur mit Gitarre, Gesangbüchern und Jonglagebällen sind die Studenten bewaffnet. Aber sie meinen es ernst. Denise Hühnlein, KFH-Studentin und standesgemäß bekleidet mit dem gelben Boykott-T-Shirt, erklärt: "Heute sollen die Mahnungen verschickt werden." Die Befürchtung der Studenten: Diejenigen, die die geforderten 500 Euro nicht gezahlt haben, werden exmatrikuliert. Ihre Forderung: Alle Studierenden sollen rückgemeldet werden, auch wenn sie nicht bezahlt haben. Denise und ihre Mitstreiter fühlen sich wegen der Mahnungen ungerecht behandelt: "Auf dieser Basis sind keine Verhandlungen möglich."

Unverständnis auch auf der anderen Seite des Verhandlungstisches. Der Rektor der KFH, Edgar Kösler, schüttelt den Kopf: "Heute morgen hat das siebte Gespräch stattgefunden, wir sind auf einer guten Vertrauensebene gewesen. Diese Aktion wurde mit keinem Ton erwähnt." Kösler zeigt sich enttäuscht ob der mangelnden Offenheit seiner Studenten. "Von Konstruktivität kann jetzt keine Rede mehr sein." Zu den Mahnungen sei die Hochschule verpflichtet. "Die Frist haben wir schon auf drei Wochen verlängert und auf Strafgebühren verzichten wir gänzlich." Für den Rektor ist die Sachlage klar: "Es gibt einen Vertrag zwischen Hochschule und Studenten, an den müssen sich beide Seiten halten." Dieser Vertrag beinhalte auch die Studienbeiträge, so Kösler. Jeder Student habe gewusst, worauf er sich einlasse. Die Beiträge dienen der Fachhochschule als dritte Finanzierungssäule. Im Gegensatz zu staatlichen Hochschulen sind private in der Verwendung der Gelder frei. Auch bei der Einführung der Beiträge im Sommersemester 2007 war man hier flexibel: Diejenigen, die bereits eingeschrieben waren, durften noch gebührenfrei zu Ende studieren.

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Die gleichnamige Boykottinitiative der vier Freiburger Hochschulen setzt auf Solidarität. Mit Erfolg: Ein Teil derjenigen, die auf dem Flur sitzen, studiert nicht an der KFH. So auch Tom Peters von der Pädagogischen Hochschule. "Das Rektorat will den Boykott aber abbrechen, für die ist das ein finanzieller und organisatorischer Mehraufwand."

Wie Studenten und Hochschulleitung die Aktion an der KFH bewerten, steht unter http://www.badische-zeitung.de
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Autor: Dana Hoffmann