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20. Februar 2017

Kommentar

Subkulturkongress: Die Szene muss raus aus der Filterblase

Nur unter sich zu diskutieren bringt niemanden weiter - die Szene sollte sich auch bei Verwaltung und Politik noch bekannter machen, findet Frank Zimmermann.

Mit einer erstklassigen Musikhochschule und exquisiten Ensembles und Orchestern gilt Freiburg überregional als Hochburg für die klassische Musik. Die Pop- und Clubkultur hat es da eher schwer, gefördert oder auch nur wahrgenommen zu werden. Oft hat die Szene es versucht, sei es durch Bandwettbewerbe oder die Gründung eines Vereins wie Popfrequenz zur Förderung der Rock- und Popmusik (von dem man seit seiner Gründung 2012 wenig gehört hat). Und die Probenräume, für deren Ausbau ein Verein wie Multicore seit Jahren kämpft, sind zuletzt eher weniger geworden. Von daher ist es ein guter Ansatz, sich in einer IG zusammenzutun und an die Öffentlichkeit zu gehen. Das Problem: Die Szene bleibt wie am Samstagabend bei der Subkulturkonferenz meist unter sich. Doch sie muss raus aus dieser Blase und die erreichen, die sie noch nicht so kennen. An Interessenten und Konsumenten dürfte es in einer jungen Stadt mit mehr als 30 000 Studierenden nicht mangeln. Wichtig ist jetzt, dass sich die Szene bei Verwaltung und Politik – und dort auch jenseits von Junges Freiburg – noch bekannter macht, ob nun durch einen "Popbeauftragten", wie ihn Städte wie Mannheim oder Stuttgart haben, oder einen Musikkenner im Kulturamt.

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Autor: Frank Zimmermann