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09. Februar 2010 18:41 Uhr
TGV-Anschluss: Dicke Bretter durchbohrt
"Fribourg-en-Brisgau" könnte bald schon auf den Anzeigetafeln am Gare de l’Est in Paris stehen – was am Anfang wie eine ziemlich verrückte Idee klang, wird nun Wirklichkeit.
Sozusagen von beiden Seiten aus sind von den regionalen Politikern die dicken Bretter durchbohrt worden, nun ist der Weg frei. Es gibt nur noch eine Hürde – und das ist die enge Taktfrequenz, mit der die Züge heute schon auf der Rheintalstrecke verkehren. Hier müssen auf der Trasse nun noch morgens und abends je zwei Lücken für die TGV gefunden werden. Diese Aufgabe gilt als lösbar, weil die Züge wohl morgens vor und abends nach der Rush-Hour fahren werden. Nun hat sich die SNCF nicht nur aus purer Menschenfreundlichkeit für den Extra-Schlenker über die Grenze entschieden. Das Bahnunternehmen hat den Markt analysiert und die Analyse sagt: Freiburg lohnt sich. Das liegt auch daran, dass viele Freiburger und Südbadener schon jetzt in großer Zahl Paris-Tickets via Straßburg gelöst haben. Die Tour wird nun noch viel komfortabler, weil die umständliche Anfahrt nach Straßburg wegfällt. Klar, der TGV schmeichelt der kleinen Großstadt Freiburg. Aber es ist weit mehr als das: Der Schnellzug macht Freiburg auch zu einem neuen Knotenpunkt, bringt mehr Zentralität – und eröffnet neue wirtschaftliche Perspektiven Richtung Süden.
- Durchbruch: Ende 2012 fährt der TGV über Freiburg
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Autor: Joachim Röderer
