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29. Juli 2010
Trirhena-Consulting: Studenten beraten Firmen
Der Verein Trirhena-Consulting bietet Mittelständlern der Region unternehmerische Beratung an – ein Nebenjob deluxe mit eingebautem Lerneffekt.
Jung, ehrgeizig und hoch professionell: So präsentieren sich die studentischen Nachwuchsunternehmensberater von Trirhena-Consulting. Die Idee zu dem Projekt, offenbar dem ersten seiner Art in Freiburg, hatte der Politik- und Sinologiestudent Philipp Oser im Dezember 2008. Gemeinsam mit einer Kommilitonin mobilisierte er über die Studienstiftung des Deutschen Volkes Studierende, "die ihr Potential nicht in sinnlosen Nebenjobs vergeuden wollen", wie Oser sagt. Kaum ein Jahr später gründeten die beiden mit 18 Gleichgesinnten ihren Verein mit dem Prädikat "gemeinnützig".
"Wir sind keine profitorientierte Organisation", sagt der 22-jährige Medizinstudent Martin-Immanuel Bittner, der bei Trirhena die PR-Abteilung leitet, "wir wollen Studierenden aller Disziplinen die Möglichkeit bieten, ihre Fähigkeiten in der Unternehmensberatung zu erproben. Jeder kann bei uns mitmachen, aber wir achten auf höchste Qualitätsstandards." Und das Konzept scheint aufzugehen. Aus anfangs 20 sind inzwischen 35 Beraterinnen und Berater geworden, obwohl sich jeder Neuling einer langwierigen Bewerbungsprozedur unterziehen muss. Aber auch bei der anderen Zielgruppe, den mittelständischen Unternehmen in der Region, kommt Trirhena offenbar gut an. "Aus rechtlichen Gründen können wir über unsere Kunden keine Angaben machen", meint der 23-jährige Oser, "aber an Nachfrage mangelt es nicht." Umsonst arbeiten die Berater freilich nicht. Wenn der Verein einen Auftrag an Land gezogen hat, werden intern drei bis vier Leute ausgesucht, die das Projekt betreuen. Die Projektgruppe wird als "Gesellschaft bürgerlichen Rechts" ausgegliedert und die Mitglieder erhalten eine Aufwandsentschädigung, die einem Stundenlohn von etwa dreißig Euro entspricht: Unschlagbar günstig in der Branche. Als Konkurrenz zu den etablierten Unternehmensberatern sehen sich die Verantwortlichen von Trirhena gleichwohl nicht. "Wir sind eine Gruppe von Studenten; die wirklich großen Projekte können wir schon organisatorisch nicht stemmen", so Oser, "für die Etablierten sind wir eher ein Talent-Pool." Um sich von anderen studentischen Unternehmensberatungen in Deutschland abzuheben, spezialisieren sich die Jungunternehmer auf die Beratung im Gesundheitssektor. "Das hat Aufsehen erregt", sagt Oser, "das ist unser Prestigeprojekt." Für das zuständige Vereinsressort "Healthcare Competence Center" (hc3) zeichnet die 23-jährige Mathematik- und Psychologiestudentin Sarah Marzi verantwortlich.
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"Wir sind noch in der Phase, uns die nötigen technischen, medizinischen und rechtlichen Kompetenzen anzueignen, um die Prozesse in Krankenhäusern angemessen analysieren zu können. Wir hoffen, gegen Ende des kommenden Semesters in die Beratung im Gesundheitssektor einsteigen zu können", erklärt die junge Frau. Schließlich will der Verein auch in diesem Bereich mit größter Sorgfalt vorgehen. "Da darf man keinen Fehler machen", so Oser.
Autor: Martin Küper
