Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

26. Mai 2017

UL kritisieren Tariferhöhungen

Gemeinderat debattiert über Verteuerung der Regiokarte.

Eigentlich hatte der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag nichts abzustimmen, denn über die Tariferhöhungen entschieden hatte der Aufsichtsrat des Regio-Verkehrsverbunds (RVF) bereits am 17. Mai: Die übertragbare Regiokarte wird zum 1. August um 2 Euro auf 57,50 Euro erhöht, die personalisierte Basis-Regiokarte um 1,50 Euro (54 Euro) und die Regiokarte für Schüler und Azubis ebenfalls um 1,50 Euro auf 41 Euro. Stadtrat Michael Moos von der Fraktion Unabhängige Listen (UL) wollte die neuerliche Verteuerung nicht unkommentiert lassen. Es dürfe kein "Immer weiter so" geben, dazu sei der ÖPNV zu wichtig, auch im Hinblick auf den Klimaschutz. Man müsse "neue Konzepte, wenn nicht gar Visionen entwickeln". Moos nannte als Beispiel die brandenburgische Kleinstadt Templin (16 000 Einwohner), wo schon Ende der 1990er-Jahre mit einem kostenlosen Nahverkehr experimentiert und später eine äußerst günstige 44-Euro-Jahreskarte eingeführt worden sei. Stefan Schillinger (SPD) konterte, dass von den UL "keine ernstzunehmenden Alternativen" vorgeschlagen worden seien; die nun beschlossenen Erhöhungen deckten nachweislich nicht die Kostensteigerungen des RVF. Auch Timothy Simms (die Grünen) fand: "Die Regiokarte ist nach wie vor ein tolles Angebot." Nur Stadtrat Johannes Gröger von den Freien Wählern sprang Moos bei, er schlug ein Umlagemodell vor, bei dem sich alle Bürger an den ÖPNV-Kosten beteiligen.

Werbung

Autor: fz