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01. Oktober 2009 14:21 Uhr
Bekanntgabe
Ulrich von Kirchbach kandidiert für das OB-Amt
Zuletzt hatten sich die Hinweise verdichtet - jetzt ist es offiziell: Freiburg Sozialdezernent Ulrich von Kirchbach wird 2010 für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren.
Ulrich von Kirchbach (SPD) wird im kommenden Jahr gegen Amtsinhaber Dieter Salomon (Grüne) bei der Wahl zum Oberbürgermeister von Freiburg antreten. Das hat er im Heiliggeiststüble am Münsterplatz in einer Pressekonferenz bekanntgegeben. Zugleich will er sich am 2. Februar als Sozialdezernent vom Gemeinderat bestätigen lassen. "Hier hat die SPD Vorschlagsrecht. Und ich wüsste nicht, warum man mich nicht wiederwählen
."
In Absprache mit seiner Familie habe er sich zu dem Schritt, für das OB-Amt zu kandidieren, entschlossen. Zudem habe er sehr viel Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten. Von Kirchbach wolle Freiburg am 25. April eine echte Wahlentscheidung offerieren – "die Wahl zwischen verschiedenen Vorstellungen zur Zukunft Freiburgs und zwischen unterschiedlichen Kandidaten".
Video Vor die versammelte Presse trat der 53-jährige Sozialdezernent alleine, ohne etwa Parteichef Walter Krögner an seiner Seite. Von Kirchbachs Erklärung: "Dies ist eine Persönlichkeitswahl." Seine Kandidatur werde aber von der SPD getragen, Gespräche hätten stattgefunden.
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"Ich will gewinnen", stellte von Kirchbach klar. Er sehe sich dabei nicht in der Rolle des Außenseiters. Und: Der Kampf gegen Dieter Salomon sei nicht aussichtslos. "Ich lasse mich nicht verunsichern." Er setze zudem auf die Unterstützung Gernot Erlers. Auch mit ihm hätten Gespräche stattgefunden.
Hart aber fair wolle er sich in den kommenden Monaten mit Amtsinhaber und seinem bisherigen Chef Salomon auseinandersetzen. "Für so etwas gibt es immer ein erstes Mal", sagte von Kirchbach. "In der Politik gibt es ohnehin selten Freundschaften. Es geht um den professionellen Umgang – auch in den kommenden Monaten." Salomon habe er am Donnerstagmorgen über seine Kandidatur informiert. Mehr wollte von Kirchbach nicht zu diesem Thema sagen.
Loyal habe er in der Vergangenheit die Linie des Bürgermeisteramtes mitgetragen, obwohl er in einzelnen Bereichen anderer Meinung gewesen sei. Von Kirchbach machte klar deutlich: "Ich habe eine andere Vorstellung davon, wie diese Stadt aussehen soll." So müssten die kommunale Daseinsvorsorge und die soziale Stadtentwicklung wieder mehr im Mittelpunkt stehen. "Soziales Miteinander, ernst gemeinte Bürgerbeteiligung und eine verlässliche Arbeit im Rathaus müssen wieder tragende Pfeiler der Stadt werden." Die Führung einer Stadt bräuchte klare Visionen und den Gestaltungswillen zur Durchsetzung.
"Ich gehe nicht davon aus, dass ich der einzige Gegenkandidat sein werde", stellte von Kirchbach klar. Konkrete Namen wüsste er allerdings keine zu nennen.
Linke Liste schickt eigenen Bewerber ins Rennen
Mittlerweile hat die politische Gruppierung "Linke Liste – solidarische Stadt" eröffnet, dass sie einen links-alternativen Kandidaten in den OB-Wahlkampf schicken will. Das teilte Stadtrat Michael Moos mit, der selbst vor acht Jahren angetreten war. SPD-Dezernent Ulrich von Kirchbach könne dieses Spektrum nicht vertreten.
Im Gespräch seien einige mögliche Bewerber. Ob dazu seine Stadtratskollegin Irene Vogel sowie Günter Rausch von der Initiative "Wohnen ist Menschenrecht" zählen, wollte er weder bestätigen noch dementieren.
- Freiburg: Stächele – CDU könnte Salomon unterstützen
Autor: Alexandra Sillgitt, Heike Spannagel
