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23. Januar 2017

Kommentar

Umbenennung des Alban-Stolz-Hauses ist nur die kleine Lösung

Liest man, was die Freiburger Straßennamen-Kommission zu Alban Stolz recherchiert hat, dann möchte man ungern in einem Haus wohnen, das nach dem katholischen Theologen benannt ist.

Als "Maden", "Wanzen" und "Unkraut" hatte der Antisemit Juden bezeichnet. Nun hat die Erzdiözese ihre Ankündigung wahr gemacht und das Alban-Stolz-Haus umbenannt. Auch wenn selbst der Dompfarrer der Entscheidung kritisch gegenübersteht, wie er der BZ sagte. Für ihn gehöre der Name ein Stück weit zum Lokalkolorit. Dem Argument wollten die Studenten wohl Rechnung tragen, indem sie sich für den Heiligen Alban als Namensgeber für das Wohnheim aussprachen. Doch ist dieser eigentlich Schutzpatron der Stadt Mainz, eine Verbindung zu Freiburg ist zumindest auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Die Wahl ist offenbar nur auf den Priester und Missionar gefallen, damit das "Alban" auch das "Alban" bleibt. Das ist ein schwacher Grund, die Bewohner hätten sich sicherlich auch an einen völlig neuen Namen gewöhnt. Und das Erzbistum hätte ein größeres Zeichen setzen können. So aber hat es sich nur für die kleine, bequeme Lösung entschieden.

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Autor: Sina Gesell