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19. Juli 2012 21:01 Uhr

Am Ende

Veranstaltungsagentur "Endless Event" zieht sich vom Markt zurück

Die Freiburger Veranstaltungsagentur "Endless Event" stellt ihr operatives Geschäft ein und zieht sich vom Markt zurück. Das Unternehmen hat allen acht Mitarbeitern gekündigt.

  1. Bei der Sea of Love 2011 wurden Fehler gemacht. Foto: Dominic Rock

  2. Bela Gurath weiß nicht wie es weitergeht. Foto: Dominic Rock

Geschäftsführer Bela Gurath begründet diese Zäsur damit, dass die Stadtverwaltung in Freiburg die Agentur keine Großveranstaltungen mehr ausrichten lässt – als Reaktion der Organisationsprobleme beim Festival Sea of Love im Jahr 2011.

15 Jahre lang hatte Endless Event in Freiburg und der Region Großevents wie Schlossberg- oder Seenachtsfest, das Public Viewing im Eschholzpark oder die Partyreihe Extravaganza veranstaltet und auch im Auftrag der Universität deren Jubiläumsfest zum 550. Geburtstag mitorganisiert. Verschiedene gastronomische Objekte wie das "Wiener" an der Kaiser-Joseph-Straße standen zeitweise unter der Regie der Endless-Event-Macher. Sie werden sich nun anders orientieren. Frank Böttinger, Mitgeschäftsführer von Endless Event, betätigt sich schon seit einiger Zeit für eine zweite eigene Firma als Projektentwickler. Bela Gurath sagt, wie es für ihn selbst weitergehe, sei offen.

Der 43-Jährige will vor Gericht den Hergang der Ereignisse um die "Sea of Love" klären lassen. Er kämpft um seinen Ruf und gegen eine von der Stadt verhängte Strafe in Höhe von 100 000 Euro. Er räumt Fehler ein, wirft aber auch der Stadt und der Polizei Versäumnisse vor.

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Dies soll nun vor Gericht geklärt werden. Schützenhilfe bekam Organisator Gurath jüngst im Gemeinderat, wo die Stadträte Patrick Evers (FDP), Atai Keller (UL) und Johannes Gröger (FWV) nach Studium der Akten offen Zweifel an der Darstellung der Stadt anmeldeten – und ob es rechtmäßig ist, Gurath samt Endless Event von der Organisation von Veranstaltungen mit mehr als 4000 Teilnehmern in Freiburg wegen Unzuverlässigkeit auszuschließen.

Auch die bei der Sea of Love 2011 eingesetzte Sicherheitsfirma CDS wird seither von der Stadtverwaltung offenbar nicht mehr akzeptiert. Schriftlich sei das der Firma aber bislang nicht mitgeteilt worden, sagt Geschäftsführer Jan Schnürle. CDS hat zur Klärung einen Anwalt eingeschaltet. Für das Sommertagfestival in Ulm ist CDS gebucht worden. Auch zahlreiche Städte der Region nehmen weiter die Dienste der Sicherheitsfirma in Anspruch – und ebenso die Messe Freiburg.

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Autor: Joachim Röderer


12 Kommentare

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

19. Juli 2012 - 21:29 Uhr

Ich bin mal auf das juristische Nachspiel gespannt. Ich bezweifle, ob die Stadt berechtigt war, wegen einmaliger Vorkommnisse (die meiner Meinung nach auch kräftig aufgebauscht wurden), einen Veranstalter von vorneherein von der Ausschreibung von Veranstaltungen auszuschliessen.

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Peter Grieshaber

Registriert seit: 20.05.2012

Kommentare: 140

19. Juli 2012 - 21:32 Uhr

Da kommt das Übliche dabei heraus: eine krachende Niederlage für Rubsamen.

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Egon Mayer

Registriert seit: 30.06.2010

Kommentare: 1485

19. Juli 2012 - 21:53 Uhr

Wenn es so wäre, wie Herr Grieshaber vermutet, könnten dann die 8 entlassenen Mitarbeiter die Stadt auf Schadenersatz verklagen? Nur mal so in den Raum gestellt...

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Peter Grieshaber

Registriert seit: 20.05.2012

Kommentare: 140

19. Juli 2012 - 22:12 Uhr

Der Veranstalter müsste das tatsächlich können. Die Angelegenheit hat viele Züge eines persönlich motivierten Vernichtungsfeldzuges. Man darf gespannt sein.

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Gelöschter Nutzer #804452

Registriert seit: 14.03.2011

Kommentare: 866

20. Juli 2012 - 07:45 Uhr

als Aussenstehender lese ich immer einen bestimmten Namen:

Rubsamen

Vieleicht sollte man dort mal ansetzen?

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Michael Basket  

Michael Basket

Registriert seit: 30.07.2009

Kommentare: 1207

20. Juli 2012 - 07:52 Uhr

Ohja, ich habe wieder eine Wette gewonnen! Als ich den Bericht heut morgen in der Zeitung gelesen habe, sagte ich zu meiner Frau: "Im Online-Forum werde die üblichen Verdächtigen nun wieder jammern, wie die Stadt doch eine seriöse und als zuverlässig bekannte Firma in den Unergang getrieben hat. An allem wird sicher Rubsamen Schuld sein, wetten?". Und siehe da: Wette gewonnen!.......

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Martin Roller

Registriert seit: 18.02.2012

Kommentare: 160

20. Juli 2012 - 08:17 Uhr

@Hr. Grieshaber,
Sie mögen vielleicht Recht haben, daß es sich bei der juristischen Püfung, die Herr Gurath anstrebt, um persönliche Motive handelt. Immerhin ist er ja auch der persönlich haftende Gesellschafter seiner Firma gewesen.
Aber in dem Zusammenhang von einem "Vernichtungsfeldzug" zu sprechen, das trifft doch wohl eher auf die Stadt Freiburg zu, die ja schließlich dafür gesorgt hat, daß wegen fehlender Aufträge nun 8 Arbeitsplätze vernichtet wurden!
In einem Punkt gebe ich ihnen vollkommen Recht, das Ende des Verfahrens wird eine weitere schallende Ohrfeige für die Stadt Freiburg, allen voran Herrn Rubsamen.
Gleichzeitig bewundere ich Herrn Rubsamen aber auch (wie ich schon einmal zu einem ähnlichen Thema geschrieben habe). Der Mann hat echtes Stehvermögen! Jeder Politiker wäre bei weniger Gegenwind schon längst umgefallen!

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Jörg Hannes

Registriert seit: 12.07.2012

Kommentare: 25

20. Juli 2012 - 08:19 Uhr

Hmmm, in diesem Falle trifft "nomen est omen" wohl nicht zu: "ENDLESS". Jaja, alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei...

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Peter Schneiderhahn  

Peter Schneiderhahn

Registriert seit: 25.11.2011

Kommentare: 498

20. Juli 2012 - 08:47 Uhr

Da ging die Strategie mit der Medienschlacht gegen die Stadt Freiburg wohl gewaltig daneben. Letzlich war es klar, dass es nur noch ein Nachtreten der Fa. Endless Events ist, um von eigenen Mängeln bezüglich Organisation und Erfüllung von Auflagen abzulenken und den drohenden Absturz noch irgendwie abzuwenden.

Lange Zeit wurde die Fa. EE von der Stadt unterstützt und konnte viele 'Events' relativ unkompliziert und gewinnbringend durchführen. Die Uneinsichtigkeit bezüglich neuer Auflagen (macht ja Arbeit) und die Fehler in der Oganisation bezüglich Sicherheit und Infrastruktur kann man eben nicht wegreden, oder auf andere schieben.

Nun sind eben andere am Zug, die diese 'Lücke' füllen werden und die scheinbar weniger Probleme mit Vorschriften und Auflagen haben.

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Ammar Ulabi™  

Ammar Ulabi™

Registriert seit: 08.05.2009

Kommentare: 3969

20. Juli 2012 - 08:50 Uhr

Mögen die beiden Parteien sich am besten gegenseitig "vernichten", dann würde auch Freiburg wieder "normaler" und lebenswerter sein.

Lasst die beiden "Endlesser" doch ruhig aufeinander los, dann lautet das Spektakel mit "Derby-Charakter" NICHT Kramer gegen Kramer sondern:

Endless Greed [Gier] vs. Endless Babbittry [Spießertum] .

Mit etwas geschickter Vorbereitung würde daraus ein ultrageiler Mega-Event, den die Welt noch nie sah, riefe man zusätzlich Anwalt Lenßen, einen zu viel geküssten Staatsanwalt sowie den Vorhautrichter aus Köln mit hinzu.

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Michael Kern

Registriert seit: 20.07.2009

Kommentare: 846

20. Juli 2012 - 21:38 Uhr

Kein Verlust für die Region.

Auf jemanden der seine Gewinne dadurch generiert, dass er die Auflagen umgeht, ignoriert oder missachtet und hinterher noch jammert und nachtritt kann man sehr gut verzichten.

Ich lehne mich jetzt mal ganz weit heraus und behaupte bei den bisherigen Veranstaltungen ist es nur einer guten Portion Glück zu verdanken dass nichts passiert ist.

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Klaus Müller

Registriert seit: 14.05.2012

Kommentare: 4

23. Juli 2012 - 09:30 Uhr

Die Firma Endless Event hat jahrelang das Freiburger Kulturleben bereichert. Meiner Meinung nach ist der Rückzug ein großer Verlust für die kulturelle Vielfalt in Freiburg!!!

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