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05. September 2017

Kandidatencheck

Volker Kempf (AfD) im Wahlkreis 281 Freiburg

Volker Kempf strebt für die Alternative für Deutschland (AfD) in Freiburg einen Achtungserfolg an. Der 48-Jährige hat den Eindruck, die Bundespolitik wolle die halbe Welt und das Klima retten. Dabei gehe der Blick fürs Wesentliche verloren. Eine Politik des Machbaren und nicht des Wunschdenkens, gerade bei den Themen Migration und Umwelt, sei deshalb sein Anliegen.

  1. Foto: Michael Bamberger

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"Was ich im Sinn habe..."

... ist, für den Erhalt unserer Errungenschaften zu kämpfen. Neben einer funktionierenden Wirtschaft sind das Rechtsstaatlichkeit und Sozialstaatlichkeit. Hier gibt es leider Rückschritte, auch durch eine völlig überzogene, rechtswidrige Massenzuwanderung. Da wurde einiges leicht verspielt und total übers Ziel hinaus geschossen. Genauso beim Euro, der ständig Rettungspakete nötig macht und vielen Ländern eine hohe Jugendarbeitslosigkeit beschert.  

Autor: bz

"Was ich anpacken will..."

... ist, die Massenzuwanderung durch den Schutz der Grenzen einzudämmen. Der 2015 entstandene Zustand ist unverträglich mit dem geltenden Recht, dem Sozialstaat und dem Sicherheitsbedürfnis im Land. Außerdem will ich die industrielle Windkraftnutzung ordentlich zusammen- streichen, weil sie einen unzuverlässigen Strom produziert, teuer ist und zudem der Natur und Landschaft schadet.  

Autor: bz

"Mein Herz schlägt für..."

... die Familie. Ich möchte vor allem die Wahlfreiheit der Mütter verbessern. Sie sollen sich ohne Nachteile entscheiden können, ob sie nach der Geburt der Kinder einer Erwerbsarbeit nachgehen oder ob sie noch längere Zeit zu Hause mit den Kindern verbringen wollen. Alle, die dabei zunächst auf einen Krippenplatz verzichten, müssen dafür unbedingt eine Erziehungsleistung bekommen. Denn diese Mütter, die viel länger als andere zu Hause bleiben, werden bisher in ihrem Lebensentwurf stark benachteiligt.  

Autor: bz

"An die Nieren geht mir..."

... diese Schönrednerei. Erst soll der Euro ganz toll sein, dann die Massenzuwanderung. Wer das nicht so sieht und Kritik übt, ist gleich der böse Bube oder der Spielverderber. So lässt sich doch keine erfolgreiche Politik für unser Land machen. Und es kann doch auch nicht sein, dass sich in der gesamten politischen Kultur ein Helfersyndrom breit macht und dabei die eigenen Interessen vergessen werden.  

Autor: bz

Drei Ziele...

... für meinen Wahlkreis

» Die Kommunen müssen vor allem finanziell vom Bund mehr Handlungsspielraum bekommen.
Ein Traum wäre die durchgehende Zugverbindung von Freiburg über den Rhein nach Colmar.
» Unsere reizvolle Landschaft muss erhalten bleiben, und die Agrarflächen dürfen nicht so zugebaut werden.

... für die Bundespolitik

Mehr Sinn für das Machbare. Es darf nicht immer darum gehen, die halbe Welt retten zu wollen.
» Die Stromverbraucher müssen bei den immer steigenden Energiekosten entlastet werden.
Wir brauchen einen kleineren Euroraum oder müssen ganz raus. Es gibt auch keine Einheitssprache.  

Autor: bz

"Beweglichkeit in der Politik..."

... heißt für mich, sich immer wieder auf neue Situationen einzustellen und sich rasch in Probleme einarbeiten zu können, um dann Handlungsoptionen aufzuzeigen. Die Zuwanderungsproblematik ist zwar nicht völlig neu, aber sie hat durch den Zustrom 2015 eine völlig neue Dynamik bekommen und erfordert dann auch entsprechende Reaktionen. Da muss man das Heft des Handelns in die Hand nehmen und Kriterien aufstellen, wer rein darf und wer nicht.  

Autor: bz

"Mein weiterer Weg führt mich..."

... dorthin, wo die Wähler wollen. Das kann Berlin sein. Ich bin offen für neue Herausforderungen, deshalb ist mein Weg nicht gleich berechenbar. Freiburg ist der schwierigste Wahlkreis für die AfD im Ländle. Aber ich scheue keine Auseinandersetzung und werde meine Chance nutzen. Mit viel Einsatz, Engagement und bundespolitischem Rückenwind ist ein zweistelliges Ergebnis realistisch.  

Autor: bz

ZUR PERSON: volker kempf

Der dreifache Familienvater wohnt mit seiner Frau und den Kindern in Breisach. Von 1988 bis 1998 war er Mitglied der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP). Bevor er 2013 der AfD beitrat, war Kempf Mitglied bei der Partei für Arbeit, Umwelt und Familie (AUF). Bis Januar 2017 stand er als Sprecher dem AfD-Kreisverband Breisgau-Hochschwarzwald vor.

Geboren: 6. Oktober 1968 in Neuenburg
Wohnort: Breisach
Beruf: Publizist und Lektor
Ausbildung: Sozialwissenschaftler in der Fachrichtung Soziologie/Philosophie

Parteimitglied seit 2013

http://www.volker-kempf.de  

Autor: bz

NACHGEHAKT

"Bei uns in der Partei fliegen schon mal die Fetzen"

Als Hardliner seiner Partei gilt der ehemalige ÖDP-Politiker Volker Kempf bisher nicht. Der umweltorientierte Soziologe hat seit 2013 schon den ein oder anderen Kampf mit seinen Kollegen ausgefochten. Trotzdem sieht er sich in der AfD "auf dem richtigen Dampfer".

BZ: Im November wollte im Kreisverband ein Teil des Vorstands ihre Nominierung zum Bundestagskandidaten verhindern. Gab es da inhaltlich zu große Abweichungen?
Volker Kempf: Da kam durch neue Leute Unruhe rein, mit Inhalten hatte das nach meinem Eindruck wenig zu tun. Aber die Sache hat sich runtergekühlt. Alle sind konzentriert und diszipliniert genug, um geschlossen auf den Wahltag hin zu arbeiten. Es geht jetzt um die politischen Gegner.

BZ: Ihre Partei ist aber durchweg von internen Konflikten geprägt. Zu welchem der Lager zählen Sie sich denn?
Kempf: Ich bin ein sehr integrativer Mensch und der Auffassung, dass alle dazugehören, von den wirtschaftsliberalen Kollegen bis zu Björn Höcke. Wir sind ja mittlerweile eine kleine Volkspartei und deshalb brauchen wir verschiedene Strömungen. Da fliegen schon mal die Fetzen. Aber letztlich haben wir ein gemeinsames Programm. Meist sind es die Stilfragen, die uns unterscheiden.
BZ: Zum Beispiel bei den Auftritten von Spitzenkandidat Alexander Gauland. Zuletzt attackierte er in der Debatte um deutsche Leitkultur die Integrationsbeauftragte Aydan Özuguz. Man könne die Deutsch-Türkin in Anatolien entsorgen. Fanden Sie das angemessen?
Kempf: Ich mache mich da nicht mehr verrückt und denke, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. AfD-Politiker, die bestimmte Vokabeln in den Mund nehmen, werden fast immer durchs Dorf getrieben. Wenn aber Volker Beck von den Grünen mit Crystal Meth erwischt wird, kommt er kurze Zeit später ohne großes Aufsehen wieder in verantwortungsvolle Positionen. Es muss in einer aufgeheizten Wahlkampfstimmung doch auch möglich sein, zuzuspitzen und auf den Putz zu hauen. Da bin ich nicht so kleinlich. Gauland hatte in der Sache sogar Recht. Denn er hat einen wunden Punkt angesprochen und die Pole dieser richtungsentscheidenden Wahl deutlich gemacht. So kann das auch für unseren Wahlkampf vor Ort einen positiven Effekt haben.

Website: Kandidat-O-Mat  

Autor: bz

Autor: Fabian Vögtle