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17. März 2010
Mediziner warnen vor Druckerstaub
Neue Studie aus Freiburg.
FREIBURG (mich). Manchmal werden dem Menschen seine vielen Geräte unheimlich. Das Handy, die Mikrowelle und auch der Drucker, wie mehr als 2000 Menschen bestätigen können. Diese haben sich mit Problemen wie Kopfschmerzen und Atembeschwerden bei der Stiftung Nano-Control gemeldet, weil sie für ihre Probleme die Ausdünstungen ihres Druckers verantwortlich machen. 2005 beauftragten die Behörden den Gießener Umweltmediziner Volker Mersch-Sundermann, die Sache zu erforschen. Sein Ergebnis: In der Umgebung von Laserdruckern und Kopierern lässt sich tatsächlich eine erhöhte Menge Feinstaub messen. Der muss als potenziell ungesund gelten, löst aber keine akuten gesundheitlichen Symptome aus.
Aufgestiegen zum Leiter der Umweltmedizin in Freiburg, hat der Experte weiter geforscht und nun Anzeichen dafür gefunden, dass zumindest der dauerhafte Kontakt mit dem Staub schädlich sein kann. Er leitete die Druckerabluft auf Kulturen menschlicher Lungenzellen und fand bei 10 bis 30 von je 1000 untersuchten Zellen genetische Schäden. "Das spricht dafür", so Mersch-Sundermann gestern, "dass wir es mit Stoffen zu tun haben, die Mutationen auslösen können."
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Mehr als ein Indiz für eine Krebsgefahr durch Laserdrucker möchte aber auch er darin nicht sehen. Zum einen liegt das daran, dass nicht jeder Erbgutschaden gleich zu Krebs führt – im Gegenteil. Für die Entstehung eines Tumors ist ein ganzes Netzwerk von mutierten Genen verantwortlich. Zum anderen ist es zweifelhaft, ob die Ausdünstungen im Körper ähnlich wie im Labor wirken.
Dies soll demnächst eine Untersuchung mit 30 bis 40 Freiwilligen prüfen. Einen Beweis für eine solche Gefahr könnte aber nur eine größere Studie mit Tausenden von Personen bringen – und für die fehlt das Geld. Bis dahin gilt laut dem Arzt: "Solange wir nicht wissen, wie gefährlich eine Exposition ist, sollten wir sie vermeiden. Vor allem, wenn es so einfach ist und man den Drucker nur in einen separaten Raum stellen muss."
Autor: mich
